Frankreich: Bauernführer Bove vorzeitig aus der Haft entlassen

3. August 2003, 13:06
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Wegen Verwüstung von MacDonald-Restaurants bei Protestaktionen gegen den Anbau von genmanipuliertem Mais verurteilt

Montpellier - Der wegen seiner Protestaktionen gegen den Anbau von genmanipuliertem Mais verurteilte französische Bauernführer Jose Bove ist frei. Unter dem Jubel von mindestens 200 begeisterten Anhängern verlies der militante Bauernführer am Samstag die Haftanstalt in Villeneuve-les-Maguelonne, nachdem das Gericht in Montpellier nach einer Haftprüfung die vorzeitige Freilassung angeordnet hatte, um Bove eine berufliche Tätigkeit zu ermöglichen.

Die sozialistische Partei und die Grünen begrüßten die Freilassung des Bauernführers. Der Grünen-Abgeordnete und frühere Präsidentschaftskandidat Noel Mamere sprach von einem "Sieg der sozialen Bewegung gegen diese ungerechte Inhaftierung".

Bove hatte im Juni unter dem Protest seiner Anhänger eine zehnmonatige Haftstrafe angetreten, von der ihm vier Monate per Gnadenerlass des Präsidenten Jacques Chirac erlassen worden waren.

Eine vorzeitige Entlassung wegen beruflicher Tätigkeit ist in Frankreich für diejenigen möglich, die zu weniger als zwölf Monaten Haft verurteilt wurden. Der Globalisierungsgegner Bove war 2001 in die Schlagzeilen geraten, als er wegen der Verwüstung eines MacDonald- Schnellimbiss-Restaurants eine mehrwöchige Haftstrafe verbüßen musste. (APA/dpa)

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    José Bové ist seit Juni wegen der Zerstörung genetisch veränderter Pflanzen in Frankreich in Haft.

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