OÖ: "Illegale" weiter im Blickpunkt

5. August 2003, 09:18
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Bei 13,7 Prozent der kontrollierten Betriebe waren Ausländer illegal beschäftigt - Wirtschaftskammer: "Schwarze Schafen"

Linz - Die Frage, in welchem Ausmaß in Oberösterreich in manchen Betrieben illegal Ausländer beschäftigt werden, sorgt weiterhin für Diskussionen. Die Finanzlandesdirektion stellte in diesem Zusammenhang am Freitag klar, die Zahlen von den Kontrollen des Zoll dürften nicht auf alle Betriebe in Oberösterreich hochgerechnet werden, sondern sie würden sich nur auf die überprüften Firmen beziehen.

159 "schwarze Schafe"

Die Zollabteilungen der Finanzlandesdirektion kontrollierten heuer im ersten Halbjahr insgesamt 1.153 Betriebe. In 159 davon waren ein oder mehrere illegale Ausländer tätig, das entspricht - bei den überprüften Firmen - einem Anteil von 13,7 Prozent. Die Kontrollen seien in verschiedenen Branchen und in nach bestimmten Kriterien ausgewählten Betrieben durchgeführt worden, so die Finanzlandesdirektion.

Die Wirtschaftskammer hatte zu diesen Zahlen erklärt, es handle sich um "einige wenige schwarze Schafe". Man müsse dem gegenüber stellen, dass es in den kontrollierten Branchen insgesamt rund 25.000 Unternehmen gebe, dann liege der Prozentsatz mit illegal Beschäftigten nicht bei fast 15 Prozent sondern nur bei 0,5 Prozent, betonte die Wirtschaftskammer. (APA)

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