Richtig jung sein in Österreich

Karin Riss
13. September 2013, 19:24
  • Feiern bis zum Abwinken. Abgewinkt wird aber nicht überall in Österreich zur gleichen Zeit.
    foto: ap/jacques brinon

    Feiern bis zum Abwinken. Abgewinkt wird aber nicht überall in Österreich zur gleichen Zeit.

Was Eltern Pubertierender wissen müssen. Ein Überblick über neun unterschiedliche Regelungen von derStandard.at/Familie

Sie haben so klingende Namen wie "Pubertät - Loslassen und Haltgeben", "Jungen in der Pubertät - Die 100 wichtigsten Fragen" oder, etwas weiter gefasst, "Große Kinder: Die aufregenden Jahre zwischen 7 und 13". Sie handeln von den kleinen und größeren Themen, die Eltern und ihre heranwachsenden Kinder in den Jahren der Adoleszenz durchmachen. Und sie werden oft und gerne von hilfesuchenden Erziehungsberechtigten zur Hand genommen: die Ratgeber.

Und auch wenn das mit der Umsetzung der Ratschläge nicht immer klappt: Zumindest in der Theorie wissen Eltern über jene pädagogischen Fähigkeiten und Regeln Bescheid, die es laut Erfolgsautoren wie Jan-Uwe Rogge im Umgang mit den mitunter etwas schwierigen Youngsters braucht.

Strafzettel fürs Kind

Ganz anders sieht es mit dem Wissen um die gesetzlichen Regeln aus, die für junge Weggeher, Discobesucher und Anhalter gelten. Das Jugendschutzgesetz? Viel zu unübersichtlich. Kein Wunder, gibt es doch das eine, bundesweite Gesetz auch gar nicht. Es sind derer neun. Die sollten zwar noch heuer weitgehend vereinheitlicht werden, im Frühjahr ist die Steiermark aber ausgeschert. Jetzt ist es dort sogar möglich, Organstrafen einzuheben. Also Strafzettel, ähnlich wie bei Verkehrssündern.

Kassiert wird ab Oktober nicht nur von den Jugendlichen selbst, auch Wirte, die an unter 16-Jährige ausschenken, und Eltern, die Übertretungen ihrer Kinder akzeptieren, können mit bis zu 15.000 Euro zur Kasse gebeten werden.

Unsicher, ob Ihr Kind sich im rechtlichen Rahmen bewegt, wenn Sie nicht dabei sind? Nervös, ob Sie nicht doch konsequenter gegen das Rauchen Ihres Sprosses auftreten sollen? Der Ratgeber von derStandard.at/Familie, aufgeschlüsselt nach Bundesland:

Vorarlberg

Tirol

Salzburg

Steiermark

Oberösterreich

Niederösterreich

Kärnten

Wien

Burgenland

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13 Postings
Obsorge versus Jugendschutz

Oft ist auch noch das Missverständnis, dass die Kinder auch den Eltern gegenüber mit den Jugendschutzbestimmungen argumentieren.
Grundsätzlich sind die JSch-Bestimmungen nur der äußerste Rahmen, die Eltern können aber im Rahmen der Obsorge auch ganz andere (engere) Regeln festlegen. Im Endeffekt ist es freilich eine Frage der Autorität. Und daher schwierig

Bitte Jugendliche auf die Gefahren der heimlich verabreichten Daterape Drogen informieren!!

Ein Bier ist nicht so gefährlich, wie in Kinderdiscos oder Jugenddiscos mit Dare Rape Droge ausser Gefecht gesetzt zu werden und vergewaltigt zu werden. Das gilt für Burschen genauso wie für Mädels. Aufpassen!

Das ist wichtiger, als neun! Verschiedene Ausgangsregelungen, liebes Österreich. Viel wichtger!

Wie verrückt ist es in einem kleinen Land wie Österreich 9 verschiedene Jugendschutzgesetze zu haben? Wir leben wirklich noch in Zeiten von Maria Theresia.

Die sind doch völlig durchgeknallt

Wenn der 15-jährige ein Bierchen zwitschert, zahlen die Eltern bis zu 15.000,- Strafe ?

Auf was hinauf maßt ihr euch an, derart ins Leben der Menschen einzugreifen ?

Wegen des einen lächerlichen Kreuzls alle 4 Jahre ?

Euch gehört ja die Zwangsjacke angelegt. Macht euch doch eigene Kinder.

"Wegen des einen lächerlichen Kreuzls alle 4 Jahre ?" Alle 5 Jahre ;-). In Oberösterreich sogar alle 6.

Aber hallo- was heisst zwitschert ?- und ein Bierchen kommt selten allein -das wollen sie nicht hören ? dann gucken sie mal in die Wirtschaften was da los ist- die neue Gesetze kommen schon viel zu spät - sind sie ein Wirt ? haben sie Angst dass Umsatz zerbricht oder wieso können si so sprechen - es gibt nur eine einzige Aufgabe : nämlich die Jungend zu beschützen !-weil die müssen uns mal die Rente zahlen und nich nur zwitschern beim Biertrinken -Das Gesetz Gott sei Dank jetzt ist es endlich da - und wer gibt ihnen denn dafür noch grüne striche ,das macht mir Sorgen . Alkohol ab 18 wäre noch besser weil das ist noc früh genug -so alles schon zu viel Glugg glugg- sehen sie doch mal hin dann sehen sie schon .Für Sie und die Grünen Alles Gute

Hätten Sie das eine oder andere Bierchen weggelassen dann wären die Buchstaben ein bissl weniger durcheinandergeraten.
Möglicherweise wäre dann sogar ein verständlicher Text daraus geworden ;-).

Ich bin mal zu einem Belehrungsgespräch gebeten worden, lustigerweise war direkt vor mir ein Klassenkollege dran. Beim Nichterscheinen müssen die Eltern Strafe zahlen, beim zweiten oder dritten Verstoss ebenfalls. Nicht erwischen lassen lautet dann halt eher die Devise.

Die scheinen zunehmend zu glauben, wir gehören ihnen

Die glauben das nicht zunehmend, die sehen das als gegeben an.

Bis sich die Menschen einmal wehren...und dann werden sie sich wundern, warum sie niemand gewarnt hat.

Suchtmittelkonsum ist also schon ab 16 möglich

Das Haupteinstiegsalter für Nikotin ist 16, und ab da darf man legal rauchen.

"Freiheit" so wie es die Tabaklobby wünscht.
Politiker geben der Tabaklobby die Freiheit Minderjährige zu Nikotinsklaven zu machen. Aber ins Solarium dürfen sie nicht - zu gefährlich.

Wer das zu verantworten hat ist in meinen Augen ein Dr. eckiger Dealer.

"Politiker geben der Tabaklobby die Freiheit Minderjährige zu Nikotinsklaven zu machen."

Geh bitte, ein bisschen Eigenverantwortung darf man von 16-Jährigen schon noch erwarten. Die dürfen immerhin auch schon wählen!

Österreich. Land der Deppen.

Sonst würde es so was nicht geben. Abschaffen der unnötigen Bundesländer. Abschaffen der schmarotzenden Landtage und der mediengeilen Landeshauptmänner (auch wenn diese weiblich sein sollten). Reformen? Ja. Aber oben reformieren. Nicht unten bei den Gemeinden!

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