Alternativantriebe: Es wird durchgeladen

Analyse | Rudolf Skarics
15. September 2013, 17:01
  • Urbane Zukunft: Der Elektriker load up! ist außen kompakt, schluckt aber, dank eines klappbaren Beifahrersitzes, bis zu einem Kubikmeter Raum. VW sieht den Kleinen als Schwarmintelligenzler: Statt einen Transporter so lange stehen zu lassen bis er voll ist, können mehrere Flitzer gleichzeitig die Arbeit in weniger Zeit erledigen. Meint VW.
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    foto: reuters/pfaffenbach

    Urbane Zukunft: Der Elektriker load up! ist außen kompakt, schluckt aber, dank eines klappbaren Beifahrersitzes, bis zu einem Kubikmeter Raum. VW sieht den Kleinen als Schwarmintelligenzler: Statt einen Transporter so lange stehen zu lassen bis er voll ist, können mehrere Flitzer gleichzeitig die Arbeit in weniger Zeit erledigen. Meint VW.

  • VW up! mit E-Antrieb harmoniert ähnlich gut wie im Smart. Drei-Euro-Auto, sagt VW: Kosten je 100 km Fahrt nämlich. Ab Anfang 2014.
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    foto: der standard/stockinger

    VW up! mit E-Antrieb harmoniert ähnlich gut wie im Smart. Drei-Euro-Auto, sagt VW: Kosten je 100 km Fahrt nämlich. Ab Anfang 2014.

  • Der e-Golf kommt Mitte 2014. Er hat einen 115 PS starken Elektromotor, der ihn in 14,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Reichweite: 190 Kilometer
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    foto: apa/uli deck

    Der e-Golf kommt Mitte 2014. Er hat einen 115 PS starken Elektromotor, der ihn in 14,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Reichweite: 190 Kilometer

  • Schallplatten als Pneus? Energiesparreifen helfen mit, dem i3 eine Reichweite von 130 bis 160 Kilometer zu ermöglichen. Markteinführung feiert der 170 PS starke Elektro-BMW noch heuer im November.
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    foto: der standard/stockinger

    Schallplatten als Pneus? Energiesparreifen helfen mit, dem i3 eine Reichweite von 130 bis 160 Kilometer zu ermöglichen. Markteinführung feiert der 170 PS starke Elektro-BMW noch heuer im November.

  • S Plug-in-Hybrid: Das Mercedes-Flaggschiff mit würdigen 440 PS Gesamtleistung wird ab nächstem Jahr auf 3,0 l / 100 km Normverbrauch kommen. E-Reichweite: rund 30 Kilometer.
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    foto: der standard/stockinger

    S Plug-in-Hybrid: Das Mercedes-Flaggschiff mit würdigen 440 PS Gesamtleistung wird ab nächstem Jahr auf 3,0 l / 100 km Normverbrauch kommen. E-Reichweite: rund 30 Kilometer.

Die erste Welle an Elektroautos ist ohne Aufsehen verebbt, nun kommt der zweite Anlauf, und erstmals ist eine breite Front an Herstellern am Werk – durchgehend, von Masse bis Premium

Die erste Welle der Elektroautos ist vorüber, und wer nun glaubte, das wär's gewesen für die nächsten zwanzig Jahre, hat sich gehörig getäuscht. Auch wenn die Anlaufschwierigkeiten für die neuen Technologien gewaltig sind und der Weg alles andere als klar vorgezeichnet ist, so führt wohl nichts an der Elektrifizierung des Automobils vorbei.

Doch der Reihe nach: Während auf der einen Seite noch über die Sinnhaftigkeit des Elektroantriebs philosophiert wird, haben die Financiers längst ihre Taschen aufgemacht und die Ingenieure ihre Computer und zum Teil auch schon die Produktionsanlagen hochgefahren. Elektrizität ist mittlerweile integraler Bestandteil der Fachliteratur.

Der Grund dafür erscheint wenig emotional: Der erlaubte durchschnittliche CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotten der Hersteller wird von der Europäischen Kommission sukzessive verschärft. Auch die Angst, durch Technologieverweigerung schnell als technologischer Methusalem dazustehen, schwingt kräftig mit.

Das nächste Neuland

So setzt man trotz herber Rückschläge im ersten Anlauf unvermindert auf den elektrischen Strom, entweder in Form reiner Elektroautos oder sogenannter Plug-in-Hybride, also Autos mit kombiniertem Verbrennungsmotor- und Elektroantrieb, die auch längere Strecken rein elektrisch fahren und an der Steckdose nachgeladen werden können.

BMW hat erst kürzlich den Start seines Elektroautos i3 im November angekündigt und auch Preise genannt, nämlich 35.700 Euro für das reine Elektroauto und 40.400 Euro für die Variante mit Range Extender, also einem kleinen Benzinmotor, der passables Weiterfahren ermöglicht, wenn die Batterie leer ist. BMW hat dabei nicht nur mit dem Elektroantrieb Neuland betreten, sondern auch mit Kohlefaser als Werkstoff für die Fahrgastzelle.

Innovationstreiber

Der Sportwagen auf Basis der neuen Technologie, der i8, folgt nächstes Jahr. Hier handelt es sich allerdings um einen Plug-in-Hy­brid mit 231-PS-Benzinmotor und einem 131-PS-Elektromotor. Der für 2014 angekündigte Freizeit-Van Active Tourer soll als erster Frontantriebs-BMW auch in ei­ner Plug-in-Hybrid-Variante folgen.

Mercedes konnte das nicht auf sich sitzen lassen und stellt dem BMW i3 eine elektrische Variante der B-Klasse entgegen, dabei nützt man nicht nur Synergien mit dem Partnerunternehmen Tesla, sondern gleich den ganzen Antriebsstrang der Luxuslimousine Tesla S, was ganz hübsche Eckdaten ergibt, nämlich über 100 kW Leistung und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h unter 10 Sekunden. Der Marktstart soll bald in den USA erfolgen, nach Europa kommt die elektrische B-Klasse Anfang 2015.

Viel näher liegt die Plug-in-Hybrid-Variante der Mercedes S-Klasse, denn sie soll schon ab kommendem Jahr den Flottenverbrauch der Luxusklasse kräftig drücken, nämlich mit einem CO2-Ausstoß von 69 g/km.

Audi irritiert

Auch wenn der Sager vom Au­di-Ausstieg aus der Elektroauto-Entwicklung, der in dieser Form eh nicht stattfindet (Audi A3 Plug-in-Hybrid ab 2014), einen erheblichen Imageschaden angerichtet hat, Mütterchen VW ar­beitet unbeirrt an einer spannungsgeladenen Zukunft. Man startet Anfang kommenden Jahres mit dem e-up!, einem typischen City-Spezialisten, der dann mit 11,7 kWh auf 100 km auch gleich den geringsten Stromverbrauch aller serienmäßigen Elektroautos haben soll. Ab Mitte des Jahres folgt dann der e-Golf, womit wohl der Sprung aus einer langen Erprobungsphase ins wahre Leben geschafft ist.

Keiner der Großen der Autobranche kann sich dem Trend verweigern. Der Ford Focus Electric wird bereits seit November in Nordamerika gebaut und läuft seit Juni auch im Ford-Werk Saarlouis im Saarland vom Band. In Österreich soll der elektrische Focus in Kürze in den Auslagen stehen – dann auch gleich mit Preis.

Apropos Auslagen: Wie ernst diese Vorstöße wirklich gemeint sind, wie schnell es die Au­tos aus den Prospekten in unsere Garagen schaffen, werden wir erst sehen, wenn wir im Verkaufslokal stehen und so ein Auto kaufen wollen. (Rudolf Skarics, DER STANDARD, 13.9.2013)

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ich habe den verdacht es muss vor der echten serienreife noch ein grundsätzliches "problem" an der e-mobilität gelöst werden....was, wenn ein immer größerer anteil der fahrer ihr auto zuhause mittels solarpaneelen laden würde...also gratis....daran wird sich's spiessen. gratis mobilität liegt wohl kaum im interesse dieser geldgeilen, wirtschaftsgetriebenen welt. bevor nicht sichergestellt ist das wir alle sicher den strom zukaufen müssen (zu diktierten preisen) werden wir noch warten auf serienreife modelle zu moderaten preisen.

Ich kann es kaum erwarten, frische Luft und keine Abgase mehr!

Ein plus an Lebensqualität für alle! Ich fahr ja Öffis und brauch ja momentan kein Auto, weil ich in einer Großstadt wohne, aber wenn ich wieder mal eines brauchen sollte, dann nur Elektro! Mein alter Diesel-BMW war Baujahr 98 und ein großer Stinker. Zum Schluss ist auch irgendwas durchgerostet und er hat versucht mich zu ersticken. W-i-d-e-r-l-i-c-h!

einmal infiziert mit dem elektro virus,kann man nicht mehr geheilt werden.mein luis 4 u (zotye 5008ev)kostet jährlich 139.-euro versicherung und alle e-autos sind steuerfrei,mein nissan leaf kostet inkl.vollkasko 880.-euro jährlich.

frage an die fahrer eines elektroautos:

welche erfahrungen haben sie mit den fussgänger? ich als radfahrer muss oft feststellen, das fussgänger sich oft auf ihr gehör verlassen. besonders wenn sie sich auf einer verkehrsarmen strasse befinden, schauen viele nicht mehr links rechts wenn nichts zu hören ist. gerade heute morgen ist ein fussgänger ohne zu schauen bei rot über die strasse gegangen, weil er mich mit dem fahrrad nicht gehört hat.

Intelligente Menschen sind lernfähig und schauen dann um sich!

NÖ Förderung

ich fahre jetzt seit einem jahr elektrisch,mein erstes auto ist ein zotye 5008 ev,und ich habe keinen tag und euro bereut,ein umstieg in ein verbrennerauto kann ich mir nicht mehr vorstellen,darum habe ich jetzt einen nissan leaf tekna gekauft,35.000.-euro ist nicht wenig,aber......es gibt südlich von wien ein förderungsprogramm,nennt sich e-pendler niederösterreich.......und habe von denen 12.500.-euro gefördert bekommen,auto muß aber mind.36 monate geleast werden,
das non-plus ultra auto wird leider in deutschen medien gerne verschwiegen,der tesla Model S.
wer dieses auto gefahren hat,der will keine s-klasse oder andere luxuslimo mehr.
der aktienkurs hat sich in den letzten 6 monaten verfünfacht.

Frage

Wo bekommt man so einen Zotye? Und zu welchem Preis?

der zotye wurde in deutschland als LUIS 4 U verkauft,einfach googeln,gab aber nur 5oder 6 stück,bei dem preis kein wunder ,meiner kostete 48.000.-euro

und nochmal

vielleicht praktikabler ist die Idee die Autoindustrie zu genormten Akkupackages zu drängen und die Tankstellen zu Akkutauschstationen umzubauen anstatt dort selbst zu laden. Das würde durch die professionelle Ladung die Lebensdauer der Akkus erhöhen. Man fährt in eine Art Waschstrasse ein und dort wird der von unten zugängige Akku (oder eben mehrere Packs je nach Wagenklasse und Leistung, aber eben auch genormte Einzelpacks) entnommen und gegen neue ersetzt...die Differenz zwischen der Ladekapazität der abgegebenen und der erhaltenen wird bezahlt und tschüß....denke das wäre auch überprüfbar ob das machbar ist.

Meiner Meinung nach die einzig vernünftige Variante und die wirds auch werden. Aber erst nach EU Verordnung, analog USB Schnittstelle zum laden.

gabs schon, zb die renault modelle fluence + zoe haben tausch akku. die firma better place hat die tauschzentren in dänemark und israel betrieben - die sind leider im frühjahr in konkurs gegangen. Das Problem ist derzeit die geringe Verbreitung der Autos und eben wie du gesagt hast, die Norm der Akkus.
Außerdem kannst du heute moderne eAutos mit Schnelladung in 20 Min. auf 80% bringen.

Ja, aber 20 Min ? 2 Minuten ist die mir bekannte höchstzulässige Tankdauer.
Bei allem darüber verliert der Mitteleuropäer, und vermutlich auch Asiate, Russe und Nordamerikaner die Geduld.
Das geht nur in Drive-ins oder Garagen.
McDonald, Wendys und Dunkin Donut; während essen wird geladen.
Shopping mall oder Einkaufszentrum hierzulande; während shoppen wird geladen.

wäre halb so tragisch bei mir

das normale tanken passiert ja nachts in der garage, und die paar mal im jahr mit längeren strecken mach ich sowieso immer wieder pausen (also alle 2-3h 20min pause wäre ok)

mein problem ist eher der preis - ich warte auf einen e-dacia, dann wirds interesannt :)

solange das e-auto ohne akku mehr kostet als die verbrennungsvariante sehe ich das eher als enthusiasten programm

und ohne garagenplatz oder ladestation für nächtliches laden wären mir die 20min auch zu viel

naja, 2 min. schaffst nicht wirklich, nicht mal wenn du direkt bei der Säule via BK zahlst.. ca 10 Min. musst du im normalfall schon rechnen (zu tanke rein, vor dir ein hansl, bk zahlung).

aber stimmt schon 20 min. können in warteposition sehr lange sein. aber zb nach 200 autobahnkilometer sollts ok sein. außerdem sollte der normale ladevorgang ja über nacht und/oder am arbeitsplatz erfolgen - also bestenfalls brauchst du gar nicht ordinär tanken.

obwohl ich die idee des "load'n eat" echt genial find :D

Tesla hat es ja mit dem battery swap beim model s schon gezeigt.
Nur wird das rechtliche Probleme mit sich bringen. Weil wem gehört die Batterie usw.

Der Firma. Man zahlt nur nach gefahrenen km. Damit ist es auch egal wenn man mal eine alte Batterie bekommt, die nicht mehr so lang hält.

Ich bau ir mein Elektroauto selbst

Aber ich hab mir überlegt, in meinem Auto den Motor durch einen Elektromotor zu ersetzen und auf dem Anhänger einen 30 kW-Generator mitzuführen :)

generator allein bringts nicht

auf den hänger gehört ein holzvergaser samt blockheizkraftwerk (gasmotor), das den generator antreibt, und eine kleine stirlingmaschine, um die abwäme, die sie nicht für die ebenfalls auf dem hänger mitzuführene absorber-klimaanlage oder (im winter) die fahrzeugheizung brauchen, auch noch über einen weiteren generator in strom umzuwandeln

Ach was - Diesel tuts auch :)

Die Technologie "The Long Ranger" gibt's serienreif seit über 10 Jahren:
Siehe hier: http://www.tzev.com/2001_rxt-g_.html

Überlege einen ähnlichen Umbau für meinem 2005er PT Cruiser Convertible.
Blöd ist nur, dass der PT Cruiser ein Automatikgetriebe, Servolenkung und Klimaanlage hat, das macht den Umbau kompliziert und teuer. Ältere Fahrzeuge mit manuellem Getriebe und ohne den ganzen elektronischen Schnick-Schnack lassen sich wesentlich einfacher umbauen.

Alles Gute für den Umbau.

noch amoal

Elektroautos benötigen keine Motorhaube. Mit der Stellfläche wären 1,5 m³ bei größerer Höhe auch 2m³ Laderaum möglich gewesen.
siehe http://www.mercedes-v-club.de/daten/der... 5-2008.jpg

Die Motorhaube hat auch einen Sicherheitseffekt

Mit dem von Ihnen gezeigten Hanomag-Mercedes möcht ich keinen Unfall haben, das ist ein Prokrustes-Bett - man ist unten nachher um 60 cm kürzer.
Das allerdings http://www.vanagon.com/info/safe... /index.htm ist für Unfallgegner auch keine gute Alternative.

sinnvoll, wenn...

... jemand pro tag nicht mehr als 80 bis 100 km faehrt und ueber nacht den akku aufladen kann. dazu braucht er zumindest einen eigenen stellplatz mit stromanschluss.

fuer viele, die das auto auf der strasse parken, leider nicht sinnvoll, selbst wenn sie mit der reichweite an einem tag locker auskaemen.

fuer die kommt jetzt eine flut an plug-in-hybridautos.

wider besseres Wissen

und leider sollten das die Politiker auch wissen die Geld in die Elektromobilität versenken...

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