Privatsender-Beschwerde fertig: Ö3 verstoße gegen Gesetz

12. September 2013, 10:15
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Kronehit ruft nach STANDARD-Infos noch im September Medienbehörde gegen ORF-Radios an - KommAustria gab Privaten im TV Recht

Im Fernsehen gab die KommAustria den Privatsendern schon Recht: ORF 1 und ORF 2 hätten Info, Kultur, Sport und Unterhaltung nicht so ausgewogen angeboten, wie es das Gesetz vorschreibt. Nun bringt Kronehit - voraussichtlich mit anderen Privatsendern - eine ähnliche Beschwerde gegen die ORF-Radios ein. Angriffsziel: Ö3.

Der STANDARD berichtete bereits Ende 2012 erstmals über die Beschwerdepläne. Im April sagte Kronehit-Chef Ernst Swoboda bei einer Veranstaltung der Privatsender zu seinem Vorhaben: "Ö3 ist das privateste und kommerziellste Radio", man zeichne für die Beschwerde seit Monaten Ö3 auf und analysiere das Programm.

Ursprünglich wollte Kronehit-Chef Swoboda die Beschwerde in der ersten Jahreshälfte einbringen. Doch nach der Entscheidung des Bundeskommunikationssenats im TV-Verfahren erweiterte er die Beobachtung auf alle ORF-Radios. Der Senat entschied für eine Betrachtung des Gesamtprogramms im Fernsehen: Bis der Spartenkanal ORF 3 startete, sah auch er die Genres Information, Kultur, Sport und Unterhaltung im ORF-Fernsehen nicht gesetzeskonform ausgewogen vertreten. Seit dem Start von ORF 3 sehr wohl.

Nach dem Befund der Beschwerdeführer ist aber auch das gesamte Radioprogramm des ORF nicht gesetzeskonform ausgewogen. Zudem argumentieren sie, dass im Radio Kanäle sehr wohl einzeln zu betrachten sind, sie würden weit seltener gewechselt als im Fernsehen. Auch der Wortanteil der ORF-Radios, insbesondere von Ö3, sei im internationalen Vergleich öffentlich-rechtlicher Sender äußerst gering und könne so den umfangreichen Anforderungen des ORF-Gesetzes nicht genügen. (fid, derStandard.at, 12.9.2013)

  • Die ORF- Radios seien nicht so ausgewogen programmiert, wie es das Gesetz fordert, findet Kronehit-Chef Ernst Swoboda.
    foto: standard/newald

    Die ORF- Radios seien nicht so ausgewogen programmiert, wie es das Gesetz fordert, findet Kronehit-Chef Ernst Swoboda.

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