Alte Bindungen neuer Wähler

11. September 2013, 18:16
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Uni-Wien-Studie analysiert Verhalten an der Urne

Wien - Die öffentliche Meinung scheint das Neue zu favorisieren - in Wirklichkeit aber sind die Änderungen der öffentlichen Meinung ähnlich wie das Wahlverhalten der Bürger selten von radikalen Änderungen geprägt.

Davon ist Sylvia Kritzinger vom nationalen Forschungszentrum Autnes an der Universität Wien überzeugt: Sie arbeitet an der größten universitären Studie, die es bisher über das Wahlverhalten gegeben hat (in früheren Wahlkämpfen waren vor allem Fritz Plasser, Franz Sommer und Peter Ulram mit privat finanzierten Forschungen aufgetreten) und hat die Parteien ebenso wie die Medien über die gesamte Legislaturperiode verfolgt.

Wichtige Erkenntnis: Besonders bei älteren Wählern sind Bindungen wie Religiosität (eher ÖVP) und Gewerkschaftsmitgliedschaft (eher SPÖ) noch relevant, aber auch bei jüngeren Wählern wirkt das nach. Allerdings sind bei jüngeren Wählern und neuen Parteien auch andere Muster wirksam. Jungwähler sind dieser Studie zufolge gut motiviert. (cs, DER STANDARD, 12.9.2013)

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