Keine Befreiung vom Schwimmunterricht für Muslima in Deutschland

11. September 2013, 16:55
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Mädchen können laut Bundesverwaltungsgericht Burkini tragen

Leipzig - Weil eine 13-jährige Gymnasiastin mit marokkanischen Wurzeln aus religiösen Gründen nicht am Schwimmunterricht ihrer Schule in Hessen teilnehmen will, kämpfte sie sich durch die Instanzen. Sie berief sich auf die Religionsfreiheit, scheiterte mit ihrer Klage aber bereits vor zwei Verwaltungsgerichtshöfen. Eine Teilnahme im Burkini, einer Art Ganzkörperbadeanzug, sei ihr zuzutrauen, lautete das Urteil. Am Mittwoch entschied auch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in gleicher Weise: Eine Befreiung von Teilen des Schulunterrichts aus religiösen Gründen ist in diesem Fall nicht möglich.

Auch ein zweiter Fall wurde in diesem Zusammenhang  entschieden: Ein Schüler, dessen Familie den Zeugen Jehovas angehört, durfte den Film "Krabat" nicht mit seiner Klasse im Kino ansehen. Auch hier kollidierte das Grundrecht auf elterliche Erziehung in religiösen Fragen mit dem staatlichen Bildungsauftrag. (juh, DER STANDARD, 12.9.2013)

  • Der Burkini wird den muslimischen Kleidervorschriften gerecht.
    foto: dpa/rolf haid

    Der Burkini wird den muslimischen Kleidervorschriften gerecht.

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