News-Mutter: Umbau keine "Blaupause" für Beteiligungen

10. September 2013, 11:27
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Aber: In kommenden Monaten wird mit Verantwortlichen das Wie der "Transformation" entschieden - Themengruppen mit Print- und Digitalchefs

Der Hamburger Zeitungsriese Gruner+Jahr machte Dienstag seine künftige Struktur unter Vorstandschefin Julia Jäkel offiziell: Die Magazine und ihre Digitalaktivitäten werden in acht Themengruppen zusammengefasst, "Communities of Interest" genannt - etwa Food, Living, News, Women, People & Fashion. Jede bekommt jeweils einen Print- und einen Digitalmanager, die gemeinsam entscheiden. Die Inhalte Print und Online verantworte "ausschließlich der Chefredakteur", ließ der Konzern verlauten.

Für die Auslandsbeteiligungen sei das Konzept keine "Blaupause", betont der Hamburger Konzern. Aber: Mit den Länderverantwortlichen werde in den kommenden Wochen und Monaten das jeweilige Wie der "Transformation" entschieden. In Österreich hält G+J 56 Prozent an der News-Gruppe. Die hat in der internen Organisation auch schon Hefte zu Themengruppen zusammengefasst.

Der Konzern grundsätzlich und allgemein zu seiner internationalen Perspektive: "Gruner + Jahr ist ein internationales Verlagshaus. Wir haben hervorragende, marktführende Positionen in vielen unserer Märkte, und wir arbeiten mit voller Kraft daran, diese zu halten und auszubauen."

Ausbau und ...

In den kommenden fünf Jahren würden der Konzern und seine Gesellschafter (Bertelsmann hält 74,9 Prozent, den Rest Familie Jahr) "mehrere hundert Millionen Euro investieren", betont man in Hamburg.

G+J will laut Presseinfo mit der neuen Struktur "bei der Umsetzung neuer Produkte in Print wie Digital" schneller und "deutlich effizienter" werden. Der Konzern werde "in gedruckte Magazine investieren" und neue Titel starten. Alle Magazine würden "in die digitale Welt übersetzt" und sollen "als eMags erhältlich sein", bestehende Websites würden "ausgebaut". Neue Digitalformate will man entwickeln, "Sites, eMags und Apps" werden da genannt. Zusatzgeschäfte "im Kontext" der Inhalte gehörten zu dem Konzept, nämlich: "Commerce und Paid Services". Die Grillzange zum Magazin "Beef" dürfte sich da im Rahmen einer "Community of Interest" bewegen.

... Abbau - "über alle Bereiche"

"Falsch" nennt der Konzern, dass er noch heuer mehrere hundert Mitarbeiter entlassen könnte. Nachsatz: "Richtig ist aber, dass wir über die kommenden Jahre unseren Personalstand über alle Bereiche hinweg schrittweise anpassen werden. Richtig ist auch, dass uns dieses Thema immer begleiten wird, wie jedes andere Unternehmen übrigens auch. Und im Digitalbereich werden wir signifikant Personal aufbauen". (fid, derStandard.at, 10.9.2013)

  • Gruner+Jahr Vorstandschefin Julia Jäkel.
    foto: gruner+jahr

    Gruner+Jahr Vorstandschefin Julia Jäkel.

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