Atari-Gründer: Nintendo ist auf dem Weg zur Irrelevanz

9. September 2013, 11:55
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Harte Kritik an Strategie des Konzerns, Handhelds und junge Spieler zu fokussieren

Atari-Gründer Nolan Bushnell sieht Nintendo in einer "sehr schwierigen Position" und mit der Adressierung eines jungen Publikums "auf einem Weg zur Irrelevanz". Gleichzeitig schicke der Fokus auf Handheld-Systeme den Konzern in eine Einbahnstraße.

Kritik an Handhelds

Angesichts der zunehmenden Popularität und Leistung von Smartphones und Tablets würden dedizierte Gaming-Handhelds "keinen Sinn mehr ergeben", so Bushnell gegenüber der BBC. Gleichzeitig behauptete Bushnell bereits zuvor, dass der Mobile-Gaming-Sektor selbst schon seinen Zenit erreicht habe und der Trend nun in Richtung Virtual Reality gehe - einen Markt, in den aktuell Start-ups wie Oculus VR und auch Größen wie Sony kräftig investieren.

Bei Heimkonsolen hat Nintendo laut Bushnell das Problem, dass man sich zu sehr auf ein junges Publikum bis zwölf Jahre spezialisiere.

Zu sehr auf Kinder fokussiert

"Ich denke, die anderen Konsolen decken dieses Segment nun auch gut genug ab, und das Bedürfnis der Zielgruppe bis zwölf Jahre nach regelmäßigen Hardware-Upgrades ist nicht annähernd so stark gegeben." Bushnell dürfte damit eine jüngere Entwicklung in der Branche ansprechen, wonach vor allem Dritthersteller wie Activision und Disney in den vergangenen Jahren viel Geld in die Hand genommen haben, um plattformübergreifend große Franchises für Kinder zu entwickeln. "Skylanders" und "Disney Infinity" machen selbst Nintendos Dauerbrennern wie "Super Mario" Konkurrenz. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 9.9.2013)

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BBC

  • Aktuell fährt Nintendo mit Spiele-Handhelds noch sehr gut, der Heimkonsolenmarkt bereitet jedoch Schwierigkeiten.
    foto: nintendo

    Aktuell fährt Nintendo mit Spiele-Handhelds noch sehr gut, der Heimkonsolenmarkt bereitet jedoch Schwierigkeiten.

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