Freestyle-Electronica und Trash-Punk

6. September 2013, 19:10
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Bis Sonntag bespielt das Festival Vienna Roomservice der JazzWerkstatt Wien das Porgy & Bess

Auch eine kurze Geschichte kann bereits eine Tradition begründen: Zum vierten Mal findet noch bis Sonntag das Festival Vienna Roomservice der JazzWerkstatt Wien statt, und trotz seiner Jugend möchte man den charmanten September-Event nicht mehr missen: Der nunmehr sieben Köpfe umfassende Vorstand der JazzWerkstatt um Initiator Clemens Wenger präsentiert mit wohltuender Verlässlichkeit einige der spannendsten jungen Acts aus der Improvisations- und Elektronikszene.

Mit dem Duo Koenig Leopold alias Leo Riegler und Lukas König ist samstags die wohl schrägste Mischung aus Trash-Punk, Freestyle-Electronica und stoasteirischen Dialektversungetümen zu vernehmen, die es jemals zwischen Wien und Wladiwostok gab.

Sonntags verdient neben dem zurzeit gefeierten Wiener Jazz-Techno-Keyboarder Dorian Concept das Quintett Transit Room des seit Ende 2011 in Wien beheimateten Schweizer Bassisten Andreas Wälti Beachtung: Wälti choreografiert mit sicherer Hand kontrastreiche Environments zwischen groovendem Puls, kammerjazziger Transparenz und abstrakten Soundschichtungen, wie auf der nagelneuen Vinyl-EP Cypher (JazzWerkstatt Records) nachzuhören ist.

Gitarrist Andy Manndorff ist der bewusst gewählte Programmkontrapunkt aus der Generation der arrivierten Player des österreichischen Jazz. Er stellt am Samstag das neue Soloprogramm Pandora vor. (felb, DER STANDARD, 7./8.9.2013)

7./8. 9., Porgy & Bess, Wien, 01/512 88 11, 20.30

  • Schräge Mischung: Koenig Leopold.
    foto: jazzwerkstatt

    Schräge Mischung: Koenig Leopold.

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