Die Zukunft klingender Kunst

6. September 2013, 17:04
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Im Rahmen der Präsentation Linzer Ausstellung "Klang und Architektur" wird die "Schallmauer" von Tomás und Kaltenbrunner vorgestellt

Ein holzvertäfelter Korridor, dessen Einzelelemente klingen und diesen Klang je nach Berührung verändern: Die "Schallmauer", die die neue Forschungsgruppe Interface Culture Lab (Interaktionsdesigner Martin Kaltenbrunner und Klangkünstler/Komponist Enrique Tomas) für das Musiktheater Linz geschaffen haben, ist ein sinnliches Musikinstrument, das die beiden subtil in die Architektur des Opernhauses einfügen.

Hinter den einzelnen Platten der 25 Meter langen Holzwand wurden insgesamt 56 Kontaktlautsprecher montiert, die den Klang übertragen. Vor allem niedrige Frequenzen unter 50 Hz versetzen dabei das Holz in einen spür- und sichtbaren Resonanzzustand. Verarbeitet werden Klänge, die die Stadt selbst produziert: Straßenbahn oder Autos - die Schallmauer macht damit auch ein abgeschottetes Gebäude wie ein Opernhaus akustisch durchlässig.

Die Schallmauer wird offiziell am 14. 9. eröffnet, Teilnehmern der Veranstaltung Klang verstehen im Rahmen der Ars Electronica wird sie schon am Samstag, präsentiert. Sie beginnt mit einem Vortrag des Künstlers Georg Weckwerth (Tonspur), danach begleiten die Kuratoren Andre Zogholy und Ewald Elmecker durch "Klang und Architektur" - eine Schau, in der sich Künstler experimentell mit Klang und Gesellschaft auseinandersetzen. Und dann geht es zur Schallmauer. (wkh, DER STANDARD, 7./8.9.2013)

 

7. 9., 13.00: "Klang verstehen. Vom Gestern, Heute und Morgen klingender Kunst"

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