Xbox One: Microsoft hatte nicht mit Proteststurm gerechnet

6. September 2013, 11:24
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Manager: Hatten uns ein Vorbild an Steam und iOS genommen

Man war auf Reaktionen vorbereitet, doch mit einem regelrechten Proteststurm im Anschluss an die Xbox One-Präsentation im Mai hatte Microsoft nicht gerechnet. In einem Interview mit Rev3Games gestand Xbox-Stratege Albert Penello nun erstmals öffentlich ein, dass der Konzern kalt erwischt wurde. "Wir wussten, dass es eine kontroversielle Entscheidung sein würde. War ich überrascht, wie negativ die Reaktionen ausfielen? Ja", so Penello. "Wir waren überrascht, wie deutlich die Reaktion ausfiel und über die Einschätzung der Leute, was wir vorhatten. Daher machten wir den berühmten 180."

Vorbild Steam

Dem Manager zufolge wollte man mit der Xbox One in die Richtung gehen, die Online-Plattformen und Mobile-Systeme eingeschlagen haben. "Die Leute waren davon überzeugt, dass das was wir vorhatten, böse und konsumentenfeindlich war, obgleich wir uns tatsächlich an Steam und iOS orientierten", sagt Penello. "Wir haben uns angeschaut, wohin die Konsumenten gingen und gesagt, 'ich denke, wir können euch wirklich ein besseres, gänzlich digitales Erlebnis bieten." Trotz Microsofts Kehrtwende und Verzicht auf das Immer-Online-Konzept der Xbox One glaubt Penello, dass zumindest manche Konsumenten und Fans schlussendlich verstanden, was Microsoft geplant hatte und sich nun einige der damals angekündigten Features zurückwünschen. Konzepte, wie der Handel mit erworbenen Download-Inhalten und die Leihgabe von Download-Inhalten sollen daher noch nicht endgültig vom Tisch sein und könnten eines Tages zurückkehren. (zw, derStandard.at, 6.9.2013)

(Video: Rev3Games Interview mit Albert Penello)

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    foto: ap photo/ted s. warren

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