Zwerge werben für "lässige, junge SPÖ"

5. September 2013, 18:13
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Kritik an roten Postenbesetzungen: Kärntner Sonderlandtag ist fix

Klagenfurt - Jetzt ist es fix. Es wird in Kärnten einen Sonderlandtag zu den umstrittenen SPÖ-Postenbesetzungen im Kärntner Landesdienst geben. FPÖ, Team Stronach und das BZÖ werden gemeinsam einen diesbezüglichen Antrag einbringen.

Dabei geht es bekanntlich um die Besetzung der neuen Kärntner Frauenbeauftragten und des neuen Kärntner Landespressechefs nach der politischen Wende. Für beide Posten hat die SPÖ "Vertrauensleute" berufen. Sie sollen dann nachträglich objektiviert werden. SP-Landeshauptmann Peter Kaiser will nun das Objektivierungsgesetz ändern und Vertrauensleute aus der Objektivierung herausnehmen. Das kommt aber nicht einmal bei den Koalitionspartnern ÖVP und Grünen gut an, die von "Objektivierungs-farce" reden und klare Regeln für Verwaltungspersonal und politische Vertrauensleute auf Zeit einfordern. Nachdem die von den Freiheitlichen geführten Vorgängerregierungen jede Menge solcher Vertrauensleute später im Landesdienst bestens versorgten, darf man auf heiße Diskussionen am Sonderlandtag gespannt sein. Im Gegenzug wird auch die jahrzehntelange blau/orange Günstlingswirtschaft Thema sein.

Die SPÖ konzentriert sich unterdessen auf die Nationalratwahl. Auch diesmal hat man sich ein Plakatverbot auferlegt. Stattdessen werden die SPÖ-Schneemänner reaktiviert, die schon bei der Landtagswahl für Furore sorgten. Autofahrer und Pendler werden von Jungsozialisten täglich in Schneemann-Kostümen begrüßt.

Ihnen zur Seite stellt SP-Geschäftsführer Daniel Fellner eine Armada von Zwergen in der Klagenfurter Fußgängerzone, die Kernbotschaften der SPÖ zu Pensionen, fairer Arbeit oder leistbarer Mieten transportieren sollen. "Wir sind eine lässige, junge Partei und wollen mit positiven Aktionen auffallen", setzt Fellner auf einen "sympathischen Wahlkampf". (stein, DER STANDARD, 6.9.2013)

  • Aller Kritik zum Trotz: Die Kärntner SPÖ setzt bei der Nationalratswahl auf Gartenzwerge als Sympathieträger. Sie sollen rote Kernbotschaften transportieren.
    foto: spö/kärnten

    Aller Kritik zum Trotz: Die Kärntner SPÖ setzt bei der Nationalratswahl auf Gartenzwerge als Sympathieträger. Sie sollen rote Kernbotschaften transportieren.

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