Schnitzelpracker in Einserpanier

Ansichtssache6. September 2013, 15:40
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Weil ein Leben ohne Backwerk auch keine Lösung ist, gibt es jetzt endlich Schnitzel - und zwar die besten aus der Schönen Perle in Wien

Das Gasthaus zur Schönen Perle beim Karmelitermarkt in Wien-Leopoldstadt ist aus vielerlei Gründen herausragend. Zum einen, weil es Ende der 1990er-Jahre aus einem vormaligen Chinarestaurant entstanden ist - und die Entwicklung im Regelfall eher den umgekehrten Weg geht. Zum anderen, weil das Personal hier von legendärer Kinderfreundlichkeit ist - was man als Vater oder Mutter mit Selbstachtung freilich nie über Gebühr auszunützen gedenkt.

Und drittens, weil die Küche auf eine entspannt köstliche Art wienerisch ist, dass sich viele hoch- und höchstgelobte Wirten eine dicke Scheibe abschneiden könnten. Die Schnitzel, ob vom Kalb oder Schwein, sind überhaupt legendär. Wie sie in der Schönen Perle zu solch resch saftiger Herrlichkeit geraten, zeigt uns Kian, der 15-jährige Sohn von Betreiber Ilhan Dogan, mit seinen Kumpels Deniz  und Mateen vor.

Der Name wurde vom zuvor hier etablierten Chinarestaurant übernommen. In dem täglich geöffneten Wirtshaus gilt wegen der vielen Kinder unter den Gästen Hundeverbot. Wickeltisch und ausreichend Kindersitze sind vorhanden. Dennoch wäre es verkehrt, die Perle als explizites Kinderlokal misszuverstehen - es ist einfach ein gutes Grätzelwirtshaus, in dem sich auch Familien wohlfühlen dürfen.

 

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Das Schnitzel aus der Karreerose ist zwar kein original Wiener (gibt's in der Perle aber auch), es wird aber ungleich öfter bestellt. Weil es so saftig ist, aber auch weil es deutlich günstiger ist. Mittels Schmetterlingsschnitt (einmal fast, einmal ganz durchschneiden) entstehen etwa 0,9 cm starke Schnitzel.

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