"The Slap": Ohrfeige mit Folgen

Ansichtssache4. September 2013, 16:21
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foto: arte france / ben king

Eigentlich hätte sich Hector an diesem Tag trennen wollen. Die Entscheidung traf er frühmorgens, bei den Liegestützen vor dem Bett und dem Geplärr der Kinder unten. Es ist sein 40. Geburtstag, und in Hectors Kopf ist nur noch Platz für sie, Connie! Doch es kommt anders: Hector küsst seine Frau beim Morgengruß – und schweigt. Das Geburtstagsfest eskaliert trotzdem, weil sich der energische Cousin nicht in Zaum halten kann und einem der Gastkinder eine Ohrfeige verpasst. Und damit nimmt das Unglück seinen Lauf.

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foto: arte france / ben king

Glück und Glas brechen leicht in der australischen Serie The Slap. Die auf Liebe und Treue basierenden Glücksvorstellungen des  Lebensentwurfs heutiger Familien halten allerhand Fallen bereit, in die die Familienmitglieder (Jonathan LaPaglia, Sophie Okonedo) treffsicher tappen: Lügen und Betrügen wird, einmal begonnen, zur alltäglichen Gewohnheit. Aber Kinder darf man nicht schlagen, niemals! 

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foto: arte france / ben king

Nicht alle sind dieser Meinung, Kulturen prallen aneinander, und so rollt Christos Tsiolkas, nach dessen Vorlage The Slap entstand, die unterschied­lichen Perspektiven der Festgäste auf. In acht Folgen verbinden sich acht individuelle Geschichten zu einem großen Ganzen: ein Familienfest als Fahrt in der Geisterbahn menschlicher Abgründe. (Doris Priesching, DER STANDARD, 5.9.2013)

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