Aufnahmeprüfung schreckte Publizistik-Studenten ab

  • Aufnahmeprüfung an der Uni Salzburg im Jahr 2011.
    foto: apa/gindl

    Aufnahmeprüfung an der Uni Salzburg im Jahr 2011.

An allen drei Standorten in Wien, Salzburg und Klagenfurt weniger Kandidaten als Plätze

Wien/Salzburg/Klagenfurt - Die Aufnahmetests für das Publizistikstudium an den Unis Wien, Salzburg und Klagenfurt waren im Endeffekt unnötig: In Wien und Salzburg erschienen am Mittwoch weniger Studienwerber zum Test, als Plätze zur Verfügung stehen. In Klagenfurt wurde der Test sogar schon im Vorfeld mangels Interesse abgesagt.

Besonders krass war die Situation an der Uni Wien. Für die 1.123 zur Verfügung stehenden Plätze hatten sich 1.900 Interessenten angemeldet - zur Prüfung erschienen dagegen nur 763 Kandidaten. Diesen wurde vor der Prüfung mitgeteilt, dass sie alle aufgenommen werden. Der Test habe dann trotzdem stattgefunden. Die Studenten erhalten auch ihre Resultate.

41 Prozent Deutsche

Auch in Salzburg lag die Zahl der am Mittwoch zum Test erschienenen Bewerber mit 176 deutlich unter der zur Verfügung stehenden Platzzahl (226), so Thomas Steinmaurer vom Fachbereich Kommunikationswissenschaft. Damit liege das Interesse auf dem Niveau des Vorjahres. Drei Viertel der Bewerber sind Frauen. Die Österreicher stellten mit einem Anteil von 53 Prozent die Mehrheit, gefolgt von den Deutschen mit 41 Prozent.

An der Uni Klagenfurt wurde bereits im Vorfeld auf eine Aufnahmsprüfung verzichtet. Nur 117 Personen haben dort den ersten Teil des Aufnahmeverfahrens abgeschlossen, indem sie neben der Anmeldung auch ein Motivationsschreiben hochgeladen haben. Zur Verfügung gestanden wären 180 Studienplätze.

Psychologie hat Aufnahmeprüfungen

Ganz anders das Bild in der Psychologie: Dort musste am Dienstag sehr wohl ausgesiebt werden - auch wenn an der Uni Wien und der Uni Graz nur etwas mehr als die Hälfte der Angemeldeten zur Prüfung erschien. So kämpften in Wien anstelle von rund 3.900 Angemeldeten nur knapp 1.800 tatsächlich um einen der 500 Plätze. An der Uni Graz schrumpfte die Bewerberzahl von rund 1.100 auf knapp 600, womit die Zahl der Plätze (230) allerdings ebenfalls deutlich übertroffen wurde.

Auch an der Uni Innsbruck gab es mehr Prüflinge (rund 700 anstelle der ursprünglich 800 Angemeldeten) als Plätze (200). An der Uni Salzburg erschienen weniger als 500 der mehr als 600 Angemeldeten, um sich um einen der 200 Plätze zu bewerben. An der Uni Klagenfurt sind von den knapp 300 Angemeldeten nur rund 200 zur Prüfung gekommen, 115 Plätze werden vergeben. (APA, 4.9.2013)

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