Unwetter in Südasien: Zwölf Millionen Menschen obdachlos

5. August 2003, 21:42
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Fast 900 Tote in Indien, Bangladesch, Nepal und Pakistan - zehntausende Hektar Ackerland vernichtet - noch stärkere Unwetter angekündigt

Patna - Sechs Wochen nach Beginn der anhaltenden schweren Unwetter in Südasien ist die Zahl der Todesopfer auf 849 gestiegen. Mehr als zwölf Millionen Menschen in Indien, Bangladesch, Nepal und Pakistan wurden in Folge heftiger Überschwemmungen obdachlos, wie die indische Regierung am Freitag mitteilte.

Bei Erdrutschen, Blitzeinschlägen und Überflutungen kamen in Indien 333, in Pakistan 202, in Bangladesch 181 und in Nepal 133 Menschen ums Leben. Nach Angaben der Regierung traten in Bihar im Osten Indiens zwei Flüsse über die Ufer, die Behörden begannen mit der Evakuierung von Bewohnern. Schulen und öffentliche Gebäude wurden zu Notunterkünften umfunktioniert.

In Bangladesch vernichtete das Hochwasser zehntausende Hektar Ackerland. Allein am Donnerstag kamen in Nepal 48 Menschen bei einem Erdrutsch ums Leben. In Pakistan ging das Hochwasser indes zurück. Die Unwetter waren die schlimmsten in der Region seit einem Vierteljahrhundert. Meteorologen warnten vor noch stärkeren Regenfällen in der kommenden Woche. (APA/AP)

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    Obdachlose Familie in Silguri -etwa 600 km von Kalkutta entfernt

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