Feindliche PeopleSoft- Übernahme: US-Bundesstaaten überprüfen Oracles Angebot

9. August 2003, 11:34
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Kartellrechtliche Untersuchungen werden eingeleitet

Generalstaatsanwälte aus etwa 30 US-Bundesstaaten haben angekündigt gemeinsam kartellrechtliche Untersuchungen in Bezug auf Oracles feindliches Übernahmeangebot gegenüber PeopleSoft einzuleiten. Grund ist die Angst, dass eine Fusion der beiden Unternehmen zu einem Anstieg der Produktpreise führen könnte, wie das Wall Street Journal heute, Freitag, berichtet. Das wollen die Bundesstaaten aber verhindern, da sie selbst als Kunden von einem oder beiden Unternehmen von höheren Preisen betroffen wären. Unabhängig davon hat auch das US-Justizministerium beschlossen den Fall einer Fusion der Unternehmen auf das Kartellrecht hin zu untersuchen.

Angebot

Bisher haben die US-Staaten einen Monat lang Oracles Angebot an PeopleSoft durchgesehen, das momentan bei 7,5 Mrd. liegt. Nun haben sich die Generalstaatsanwälte auf eine gemeinsamen Untersuchung geeinigt, wobei die Bundesstaaten sich untereinander mit Information versorgen sowie Kosten und Verantwortung teilen wollen.

Oracle gelassen

Derzeit unterliegt Oracles Angebot auch der Begutachtung durch das US-Justizministerium, die nicht vor dem Sommer abgeschlossen sein soll und Oracle erwartet, dass auch die Untersuchung durch die Bundesstaaten den selben Zeitraum in Anspruch nehmen wird. Ken Glueck, Oracles Vizepräsident für Regierungsgeschäfte, sieht die ganze Angelegenheit jedoch gelassen und betont, dass sein Unternehmen bereits über Konferenzschaltungen mit zuständigen Beamten in Kontakt getreten ist. "Wir sind bezüglich den innerstaatlichen Vorgängen zuversichtlich", meint Glueck. (pte)

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