Salzburg am Samstag gegen den GAK

2. August 2003, 21:47
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Grazer wollen zu Rapid aufschliessen, Salzburger den Absturz aufhalten

Salzburg/Graz - Diese vorgezogenen Partie zur vierten Runde der T-Mobile-Bundesliga verspricht wieder Massenbesuch und dazu Spannung pur: Am Samstag kommt es im neuen Fußball-EM-Stadion in Walz-Siezenheim zum Hit der Europacup-Fighter SV Salzburg und GAK. Für beide Vereine, in der vergangenen Saison Dritter bzw. Zweiter hinter Meister Austria, steht schon viel auf dem Spiel: Die Mozartstädter, mit zwei Niederlagen miserabel gestartet und punktlos nur Tabellenneunte, müssen, die Grazer wollen gewinnen.

"Verlieren verboten"

"Verlieren verboten", gab Lars Söndergaard daher die Parole für die Hausherren, auf die danach drei schwere Auswärtsspiele warten, aus. Heimo Pfeifenberger fügt hinzu: "Wir sind routiniert genug, um aus diesem Dilemma herauszukommen." Vor dem Vizemeister haben die Salzburger dennoch großen Respekt. "Wir dürfen ihm keine Räume geben und kaum Fehler machen", so Söndergaard. Der Gegner verfüge über einen ausgeglichen, starken Kader und Einzelspieler, die jederzeit allein ein Spiel entscheiden könnten.

Ohne Winklhofer und Kirchler

Der Salzburg-Trainer hofft auf die alten Tugenden, die seine Mannschaft im Frühjahr so ausgezeichnet hat: Sicherheit, Kompaktheit und Organisation. Der Däne muss auf seine zwei Routiniers Winklhofer (gesperrt) und Kirchler (Kapselverletzung im Knie) verzichten und bangt noch um Ibertsberger, dem die Adduktoren zu schaffen machen. Eine mögliche Ursache ist der Kunstrasen. Wegen diesem kam es am Donnerstag Abend zu einem Treffen zwischen dem Spielerrat und den Vereinsverantwortlichen. Ergebnis: Nach dem GAK-Spiel wird ein anderes Granulat gestreut.

GAK will mit Rapid gleichziehen

Den Kunstrasen und die Tatsache, dass Pfeifenberger und Co. eine längere Wettkampfpause hatten, sehen die Grazer als "kleine Vorteile für die Salzburger." Walter Schachner, der erst in der Nacht auf Donnerstag vom erfolgreichen Albanien-Abenteuer zurückkehrte, erwartet jedenfalls eine schwierige Aufgabe auf seine Truppe zukommen. "Die Salzburger haben noch keinen Punkt, dementsprechend werden sie agieren", meint der GAK-Feldherr, der natürlich nach Punkten mit Rapid gleichziehen möchte.

Weninger beobachtet Ajax

Das Unternehmen Salzburg nehmen die Rotjacken maximal ernst. Sie reisten bereits Freitag Mittag nach Steinach/Irdning, wo sie sich auf künstlichem Grün einstimmen werden. Am Samstag Vormittag wollen die Steirer dann auch noch in Salzburg ein Training auf dem ungewohnten Boden absolvieren. Manager Hannes Weninger saß bereits am Freitag Abend in Amsterdam auf der Tribüne, um den kommenden CL-Gegner Ajax gegen FC Liverpool zu beobachten. Am Samstag düst er nach Salzburg, um am Sonntag mit Schachner neuerlich in die niederländische Metropole zu reisen. Dann spielt Ajax gegen Inter.(APA)

4. Runde:

  • SV Salzburg - GAK (Samstag, Stadion Wals-Siezenheim, 19.30 Uhr, Schiedsrichter Stuchlik). Ergebnisse 2002/03: 1:0 (auswärts), 1:1 (heim), 1:1 (h), 3:3 (a)

    Salzburg: Arzberger - Brenner, Szewczyk, Ch. Jank, A. Ibertsberger/Rajic - Schicker, Laessig, Eder, Schriebl - Pfeifenberger/Hassler, Scharrer. Ersatz: Pavlovic - Winkler, Schoppitsch, Öbster, Kahraman Fraglich: A. Ibertsberger (Adduktoren) Es fehlen: Winklhofer (gesperrt), Kirchler, J. Suazo, Messner (alle verletzt)

    GAK: Schranz - Standfest/Pötscher, Ehmann, Tokic, Pogatetz - Ramusch/Standfest, Aufhauser, Bazina/E. Kulovits, Dollinger - Naumoski, Bazina. Ersatz: Almer - Majstorovic, Sick, Amerhauser, Kollmann, B. Akwuegbu Es fehlen: Milinkovic, Goossens (beide verletzt), Tutu (nicht im Kader)

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