Gedenkveranstaltung in Mauthausen

4. August 2003, 19:51
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"Das Lied von Theresienstadt" visualisiert aufgeführt

Linz - Zu einem musikalisch-literarischen Gedenken im Sinne eines "Nie wieder" kommt es am 8. August 2003 im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen. In visualisierter Form wird an diesem einstigen Ort des "industriellen Mordes" das Oratorium "Das Lied von Theresienstadt" von Franz Waxman (1906-1967) aufgeführt. Das Stück basiert auf Texten von tschechischen Kindern aus dem KZ Theresienstadt.

Die Uraufführung des Werkes fand im Mai 1965 in den USA mit insgesamt 600 Sängern und dem Cincinnati Symphony Orchester statt. Ob es bis dato schon eine Aufführung in Österreich gegeben habe, konnte nicht eruiert werden, so der musikalische Leiter und Dirigent des Stückes in Mauthausen, Thomas Kerbl.

Der Schauplatz

Zentraler Punkt und somit "Bühne" des Stückes ist der ehemalige Appellplatz des Vernichtungslagers Mauthausen in Oberösterreich. Für Regie und Inszenierung zeichnet Kurt Ockermüller verantwortlich, Ausführende sind das Ensemble Sonare, das Vokalensemble Juvenis, der Chor Alegria, die Wiener Sängerknaben, der Schülerchor "Discipuli cantates" und das Brucknerkonservatorium Linz.

Das Projekt wird vom "Mauthausenkomitee Österreich" getragen, weiters sind die "Arge österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen", das Widerstandsmuseum Ebensee", die Israelitische Kultusgemeinde Wien und der Kulturverein Schloss Wildberg Mitveranstalter. (APA)

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