Microsoft erforscht Linux

11. August 2003, 11:20
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Softwarekonzern schickt seinen neuen Plattformstrategen aus, um die Open Source-Konkurrenz besser zu verstehen

Das US-Magazin Microsoft-Watch widmet sich in einem neuen Artikel einem Mann namens Martin Taylor - an sich ja noch nichts Besonderes, aber dieser ist nun neuer Plattformstratege bei Microsoft und kümmert sich um die Linux-Konkurrenz.

Harte Fakten statt harter Worte

Taylor ist seit rund zehn Jahren beim Redmonder Softwarekonzern und nun speziell für die Beobachtung und Analyse des Open Source-Konkurrenten zuständig. Neben einer genaueren Untersuchung des Aufbaus und des Codes des Linux-Portofolios, der die Fehler und Schwächen der Software aufzeigen soll, sieht Taylor seine Aufgaben auch auf anderen Gebieten.

"Ich bin auch interessiert an nicht-technischen Gründen, warum Kunden von Microsoft weggehen", so Taylor gegenüber Microsoft Watch. Taylor will anstelle von plakativer und provokativer Rhetorik mit fundierten Aspekten und Fakten Linux gegnübertreten. Im Interview meinte er, dass es bislang eine "tolle Lernerfahrung" war und kündigte an, dass Microsoft seine Anstrengungen in den Bereichen verdoppeln, in denen Linux schwach sei, verdopplen werden. Als Beispiel nannte Taylor etwa die "single-sign-on"-Technik.

Microsoft wieder bei der Linux World Expo

Der Redmonder Softwarekonzern wird heuer übrigens zum zweiten Mal an der Linux World Expo in San Francisco teilnehmen. Als Aussteller wird Microsoft die eigene Produktpalette zur Schau stellen.So etwa sein "Services for Unix 3.0" und die Shared-Source-Initiative.(red)

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