Sharon: "Palästinenser sollen Verträge buchstabengetreu einhalten"

2. August 2003, 17:11
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Hinweis auf Fehler von Demokratien im Umgang mit Hitler

Tel Aviv - Der israelische Regierungschef Ariel Sharon hat die Palästinenser gewarnt, dass Israel in Zukunft keine Vertragsverletzung tolerieren werde. Der größte Fehler, den man begehen könne, sei, "die Augen zu schließen vor Vertragsverletzungen, die nebensächlich erscheinen", erklärte der Premier nach Medienberichten am Freitag vor der israelischen Verteidigungsakademie. Sharon verwies in diesem Zusammenhang auf das Versagen der Franzosen und Briten im Umgang mit Hitler vor dem Zweiten Weltkrieg. Die "Zurückhaltung" der europäischen Demokratien angesichts der Vertragsverletzungen Nazideutschlands hätte Hitler nur ermuntert, seine Forderungen ständig zu erhöhen.

Israel habe in den vergangenen drei Jahren einen hohen Preis zahlen müssen, "weil die terroristischen Organisationen nicht entwaffnet worden sind". "Wir haben genug von Proklamationen und schönen Worten. Wir verlangen fortan, dass die Palästinenser die Verträge buchstabengetreu respektieren", erklärte der Ministerpräsident. (APA)

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    Israels Premierminister Ariel Sharon will keine Vertragsverletzungen mehr tolerieren.

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