"Hände weg von Linux"

11. August 2003, 14:20
17 Postings

Zumindest wenn rechtliche Garantien fehlen, meint Sun-Präsident Scott McNealy

Der Sun Microsystems-Präsident Scott McNealy Unternehmen warnt vor dem Einsatz von Linux, dies berichtet die US-Seite Infoconomy. Nur wenn rechtlich verbindliche Garantien der Hersteller abgegeben werden würden, sollte man Open Source im Unternehmen einsetzen. Hintergrund für diese Aussagen dürfte die Causa "IBM vs. SCO" sein.

Unternehmen werden enttäuscht sein

Scott McNealy warnte vor den rechtlichen Folgen der Nutzung von Open-Source-Software auf dem Sun Technology Forum in St Andrews, Schottland. Laut McNealy sollten Unternehmen Open-Source-Software nur dann einsetzen, wenn die jeweiligen Anbieter eine Versicherung gegen rechtliche Schritte Dritter abgeben würden.

Was brauchen Sie zur Linux-Installation? - Ein paar Anwälte

"Lassen Sie die Finger von Open-Source-Software, wenn sie nicht über ein Team von Anwälten für geistiges Eigentum verfügen, die jeden einzelnen Teil durchkämmen können. Wir bieten Schadensersatz, aber viele Anbieter tun dies nicht", so Scott McNealy. "Viele Unternehmen werden sehr enttäuscht sein, wenn wir weiter gehen. Es wird eine ernsthafte Herausforderung in Sachen geistiges Eigentum" zitiert Infoconomy den Sun-Präsidenten.

Größter Lizenznehmer der SCO

Sun Microsystems ist einer der größten Lizenznehmern von SCO. Allerdings wies McNealy daraufhin, dass Sun sich auch weiterhin verstärkt um Open Source kümmern wird und kündigte ab dem nächsten Jahr auch eigene Desktop-Systeme mit Linux an. "Wir sind ein großer Befürworter von Open-Source-Software. Trotz aller Hass-Mails, die ich aus der Open-Source-Bewegung erhalte", so Scott McNealy abschließend.(red)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.