Starke Umsätze mit Handys und DVD-Chips retten NEC vor Verlust

8. August 2003, 17:21
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"Dies ist keineswegs ein zufrieden stellendes Ergebnis"

Der größte japanische Handy-Hersteller NEC hat dank einer aggressiven Verkaufsstrategie für seine Mobiltelefone im abgelaufenen Quartal überraschend einen Gewinn erwirtschaftet. Das Unternehmen ist zudem optimistisch, auch in den nächsten Monaten deutlich besser abzuschneiden als bislang angenommen.

"Dies ist keineswegs ein zufrieden stellendes Ergebnis"

Auch die jüngst für umgerechnet rund 1,15 Milliarden Euro an die Börse gebrachte Tochter NEC Electronics Cor trug mit starken Umsätzen mit Chips für DVD-Rekorder dazu bei, dass der Konzern im ersten Geschäftsquartal nicht wie von Analysten erwartet in die roten Zahlen rutschte. Gleichwohl brach der Gewinn zum Vorjahresquartal auf rund ein Zehntel ein und betrug umgerechnet nur noch gut fünf Millionen Euro. NEC-Manager Shigeo Matsumoto äußerte sich am Donnerstag bei der Vorlage der Zahlen dann auch zurückhaltend: "Dies ist keineswegs ein zufrieden stellendes Ergebnis, aber wir sind nun immerhin auf dem Weg, im Gesamtjahr unsere früheren Pläne zu übertreffen."

Während NEC seine Ergebnisprognose für das am 1. April begonnene Halbjahr deutlich auf 12 Milliarden Yen (rund 89 Millionen Euro) von zuvor erwarteten drei Milliarden Yen anhob, rutschte auf vielen Gebieten mit NEC konkurrierende Hitachi-Konzern in die roten Zahlen. Das Unternehmen, der sowohl Plasmafernseher als auch Generatoren für Atomkraftwerke herstellt, wies einen operativen Verlust von 33,7 Milliarden Yen aus. Vor Jahresfrist hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 13,7 Milliarden Yen erwirtschaftet.

Prognosen für das Gesamtjahr behalten

Sowohl NEC wie auch Hitachi behielten ihre Prognosen für das Gesamtjahr bei. Hitachi-Aktien reagierten auf die Ergebnisse mit Kursverlusten von mehr als vier Prozent. NEC hatte seine Ergebnisse nach Börsenschluss mitgeteilt. Die Papiere hatten zuvor etwas schwächer als der Markt mit rund einem Prozent im Minus geschlossen. (Reuters)

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