Der Cremigkeit von Eis auf der Spur

6. August 2003, 10:52
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Baskische Forscher untersuchen Speiseeis- Bestandteile - 40 Millionen Teilchen pro Kubikzentimeter mit Neigung zum Verkleben

Wien/Gipuzkoa/Spanien - Die so geschätzte Cremigkeit von Speiseeis durch veränderte Rezeptur - etwa noch mehr Obers - zu verbessern ist eine Sache. Wissenschafter des baskischen Centro de Estudios e Investegaciones Tecnicas de Gipuzkoa (CEIT) gehen im Auftrag des Lebensmittelkonzerns Unilever der Sache nun wissenschaftlich auf den Grund. In einem dreijährigen Projekt sollen die winzigen Eisbestandteile des Speiseeises untersucht werden.

Damit das Eis möglichst cremig schmeckt, müssen die Eiskristalle möglichst klein und fein verteilt sein. 40 Millionen Teilchen sind es etwa in einem Kubikzentimeter Eis. Die Forscher wollen nun genau ermitteln, bei welchen Herstellungsbedingungen und vor allem Temperaturen die Eispartikel möglichst gaumengefällig wachsen.

Aber auch bessere Lagerbedingungen sollen ermittelt werden. Die winzigen Eisteilchen neigen nämlich dazu, im Laufe der Zeit zu verkleben, und schon ist die Cremigkeit der süßen Gaumenfreude beim Teufel, im Extremfall krachen die Eisklumpen zwischen den Zähnen. Dieses Phänomen ist auch die Ursache für die relativ kurzen Ablaufdaten von Speiseeis. Obwohl es vom hygienischen Standpunkt durchaus noch in Ordnung wäre, muss es aus der Tiefkühltruhe genommen werden. (APA)

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    Unbeschreiblich cremig

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