Polizei erhebt Putsch-Vorwürfe gegen 321 Soldaten und Offiziere

1. August 2003, 14:32
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Ermittlungen gegen engen Vertrauten von Expräsident Joseph Estrada und Senator Gregorio "Gringo" Honasan

Manila - Die philippinische Polizei hat am Donnerstag offizielle Putsch-Vorwürfe gegen 321 Soldaten und Offiziere erhoben, die am Sonntag gemeutert und ein Einkaufszentrum besetzt hatten. Zu den Beweisen gehörten auch Dokumente über ihnen zugewiesene Waffen, erklärte Polizeidirektor Lolito Utitco. Die Unterlagen wurden in Abfalleimern vor dem Haus von Ramon Cardenas gefunden, einem engen Vertrauten von Expräsident Joseph Estrada, der am Dienstag wegen Unterstützung der Meuterer angeklagt wurde. Diese sollen sein Haus als Versteck genutzt haben.

Etwa 300 meuternde Soldaten hatten am Sonntag rund 20 Stunden lang ein Geschäftszentrum in der Hauptstadt Manila besetzt und den Rücktritt der Regierung von Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo gefordert. Der Aufstand endete ohne Blutvergießen. Die Polizei ermittelt noch gegen einen weiteren politischen Gegner Arroyos, Senator Gregorio "Gringo" Honasan, der mindestens zwei Putschversuche gegen die frühere Präsidentin Corazon Aquino geleitet haben soll. (APA/AP)

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