Deutschland: Asylbewerber setzt sich aus Protest gegen Abschiebung in Brand

1. August 2003, 14:14
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Schwere Verletzungen

Rheda-Wiedenbrück - Aus Protest gegen seine bevorstehende Abschiebung hat sich ein Asylbewerber im Ausländeramt von Rheda-Wiedenbrück selbst angezündet. Der 33-jährige Türke aus dem ostwestfälischen Rietberg lief brennend auf den Flur, wo Polizeibeamte das Feuer löschen konnten. Er wurde schwer verletzt in eine Spezialklinik geflogen, wie der Landrat des Kreises Gütersloh am Donnerstag mitteilte.

Der Mann hatte sich nach dessen Angaben vor dem Gebäude mit Brandbeschleuniger übergossen und im Büro eines Sachbearbeiters angezündet. Der 33-Jährige hatte am Mittwoch erfahren, dass das Oberverwaltungsgericht Münster seine Abschiebung für Rechtens erklärt hatte. (APA/AP)

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