Veränderung im Norden kam aus dem Südpolarmeer

24. Oktober 2003, 11:19
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Wärmepumpe bewirkte, "dass es beim Golfstrom Klick machte", und beendete die letzte Eiszeit

Bremen - Ein "Klimakick aus dem Südpolarmeer" hat zum Ende der letzten Eiszeit auch auf der Nordhalbkugel geführt. Das berichten Gerrit Lohmann (Universität Bremen) und Gregor Knorr (Universität Hamburg), die diesen Mechanismus genauer aufgeschlüsselt haben. Die Erwärmung im Südpolarmeer und das damit verbundene Schmelzen des Eises habe jene Meeresströmungen verstärkt, die warmes und recht salziges Wasser bis in den Norden des Atlantiks transportieren.

Dies habe dazu geführt, "dass es beim Golfstrom Klick machte". Diese Wärmepumpe sei vor etwa 15.000 Jahren quasi auf einem Schlag wieder angesprungen, erläuterte Lohmann. So habe sich mindestens ein Jahrtausend nach dem Süden auch der hohe Norden erwärmt. Die Temperaturen im nordatlantischen Raum seien um mehr als sechs Grad Celsius gestiegen.

Die Klimaforscher haben ihre Arbeit im britischen Fachjournal "Nature" veröffentlicht. Sie nutzten ein Computer gestützten dreidimensionales Ozeanmodell. Derzeit untersuchen viele Wissenschafter, ob der Golfstrom auf Grund des vom Menschen verursachten Klimawandels künftig "ins Stottern gerät". Das könnte trotz allgemeiner weltweiter Erwärmung zu einer Abkühlung in Europa führen. (APA/dpa)

Vgl. "Nature", (Bd. 424, S. 532)
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