Science-Park am Wörthersee

6. August 2003, 10:52
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Erster Bauabschnitt soll im Herbst des nächsten Jahres fertig sein

Klagenfurt - Auf der 23 Hektar großen Wiese südlich der Universität Klagenfurt werden derzeit die Fundamente für den Lakeside Science & Technology Park gelegt. Bund, Land und Stadt Klagenfurt stellen dafür jeweils 18,5 Mil-lionen Euro zur Verfügung (die Stadt in Form von Grundstücken).

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts im Herbst 2004 sollen rund 500 Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Menschen - vorwiegend im Bereich Softwareentwicklung - entstehen, bis 2007 sollen es rund 2000 sein. Die Universität Klagenfurt und interessierte Firmen rechnen mit intensiven Kooperationen.

Dietmar Schwarzenbacher will mit einem Teil seiner Softwarefirma Uniquare (Krumpendorf am Wörthersee) und seinem jungen zweiten Unternehmen Commaro, das virtuelle Handelsplätze für Handys entwickelt, in den Wissenschafts- und Technologiepark. Je nach Konjunkturlage sollen 100 bis 150 Mitarbeiter einziehen.

"Für den interdisziplinären Bereich E-Business und für die zukunftsorientierte Marktforschung brauchen wir die Universität", meint Schwarzenbacher. In den nächsten Jahren will er Firmen der Telekombranche sowie internationale Konzerne wie Nokia oder Ericsson dafür gewinnen, in Kärnten Tochtergesellschaften zu gründen. Das Sparkas-sen Innovation Center gehört bereits zu den Fixstartern.

Startphase ausgebucht

Die Kapsch TrafficCom AG, Weltmarktführer für vollelektronische Mautsysteme, will im Hochtechnologiepark mit etwa 30 Absolventen von Universität und Fachhochschule Forschung und Entwicklung betreiben. Laut Hans Schönegger vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) gibt es Mietverträge mit zehn Firmen, mit zwei weiteren werde ver-handelt, und damit sei die erste Baustufe mit 8000 Quadratmetern Mietfläche ausverkauft.

Der designierte neue Rektor der Universität Klagenfurt, Günther Hödl, spricht von einem "Nukleus für fruchtbare Kooperationen". Die Universität will sich mit dem von Kärntner Unternehmen geförderten Institut für E-Business und dem akademischen Gründerzentrum Build im Science-Park ansiedeln. Aber nicht nur die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik soll profitieren, sondern auch die Kulturwissenschaften, insbesondere die Studienrichtungen Publizistik und Kommunikationswissenschaft sowie die Psychologie, die vor kurzem auch eine Abteilung für Wirtschaftspsychologie erhielt. (Josef Schneeweiß/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31. 7. 2003)

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