Drei Femen-Gründerinnen aus Ukraine geflohen

2. September 2013, 11:30
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Gegen sie läuft eine Untersuchung wegen illegalem Waffenbesitz - Feministinnen: "Fürchten um unser Leben"

Kiew - Aus Furcht vor Repressalien haben drei Gründerinnen der Feministinnen-Gruppe Femen die Ukraine verlassen. Alexandra Schewtschenko, Anna Huzol und Jana Idanowa seien "aus Angst um ihr Leben und ihre Freiheit" außer Landes "geflohen", teilte die Gruppe am Samstag auf ihrer Webseite mit. Sie würden ihre Aktivitäten in Europa fortsetzen. Die Femen-Zentrale ist in Paris.

Untersuchung wegen "illegalen Waffenbesitzes" eingeleitet

Auslöser für die Flucht war demnach eine polizeiliche Vorladung zur Zeugenbefragung. Dabei sollte es um eine Polizeirazzia mit Waffenfund im Femen-Büro in der Hauptstadt Kiew gehen. Am Dienstag waren laut Polizei in dem Büro eine Pistole und eine Granate gefunden worden. Femen vermutet, dass die Waffen der Gruppe untergeschoben wurden. Die Ermittler leiteten eine Untersuchung wegen illegalen Waffenbesitzes ein. Darauf stehen in der Ukraine bis zu fünf Jahre Haft. Bisher ist in dem Fall laut Polizei aber niemand angeklagt.

Mehrere Aktionen gegen Femen

Die ukrainischen Sicherheitskräfte gehen bereits seit mehreren Wochen gegen Femen vor. Im Juli wurden drei Aktivistinnen und ein Fotograf während eines Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin festgenommen. Femen-Chefin Huzol wurde angegriffen. Die Gruppe warf den Sicherheitskräften vor, die Aktivistinnen geschlagen zu haben.

Femen wurde 2008 in der Ukraine gegründet, ist aber mittlerweile auch über ihre Grenzen hinaus bekannt und aktiv. Die Gruppe setzt sich für Frauenrechte ein und hält immer wieder Oben-Ohne-Proteste ab, bei denen die Teilnehmerinnen sich mit schwarzer Farbe Parolen auf den Oberkörper schreiben. (APA, 2.9.2013)

  • "Mein Körper ist meine Waffe" haben sich Femen-Aktivistinnen vergangenes Wochenende in Berlin auf ihren Bauch geschrieben, um vor der ukrainischen Botschaft gegen Diktatur und politische Repression in der Ukraine zu demonstrieren.
    foto: reuters/thomas peter

    "Mein Körper ist meine Waffe" haben sich Femen-Aktivistinnen vergangenes Wochenende in Berlin auf ihren Bauch geschrieben, um vor der ukrainischen Botschaft gegen Diktatur und politische Repression in der Ukraine zu demonstrieren.

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