Moto X-Teardown: Herstellung soll 221 Dollar kosten

28. August 2013, 16:39
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IHS-Analysen nehmen neues Motorola-Flaggschiff auseinander

Am Donnerstag, dem 29. August, geht Motorolas neues Flaggschiff, Moto X, erstmals in den Handel. Angeboten wird es in den USA von Verizon und kostet als Vertragsgerät 199 Dollar. Für ein vertragsfreies Phone verlangt Motorola 579 Dollar. Die Analysten von IHS haben das Android-Smartphone auseinandergenommen und anhand der Einzelteile die Herstellungskosten bestimmt. AllThingsD berichtet.

Software-Innovation statt Highend-Hardware

Was Motorola – das Unternehmen gehört seit über einem Jahr zu Google – mit dem Moto X versucht, ist, sich mit einzigartigen Features abzuheben, befinden die Experten. Dementsprechend wurde auf Highend-Hardware verzichtet. Stattdessen baut man auf ein Gerät der Mittelklasse mit neuen Software-Funktionen.

Das Moto X soll intelligent auf Sprachkommandos reagieren und die aktuelle Situation – etwa eine Autofahrt – erkennen und sich daran anpassen können Das Erkennen und Reagieren auf Nutzungskontext soll Zeit sparen und den Komfort der Verwendung erhöhen.

Display als größte Kostenstelle

Im Inneren des Telefons werkt die Snapdragon S4-Plattform. Den Preis der Hauptplatine schätzt IHS auf 28 Dollar. Zwei weitere Chips, geliefert von Texas Instruments, sind für Gestenerkennung und Sprachkommandos zuständig, ihr Preis dürfte insgesamt zwischen vier und fünf Dollar liegen.

Den größten Anteil an den Herstellungskosten stellt, wie üblich, das Display. Das 4,65-Zoll-Panel stammt vom koreanischen Elektronikriesen Samsung und wird mit 62,50 Dollar veranschlagt. Dazu gesellen sich weitere Qualcomm-Platinen für unterschiedliche Konnektivitätsfunktionen, insgesamt beläuft sich der Anteil von Qualcomm auf 43 Dollar.

Auch eine Reihe anderer Hersteller sind involviert. STMicroelectronics etwa liefert den Beschleunigungssensor und das Gyroskop, Wolfson stellt das Mikrofon her.

Zwölf Dollar für Fertigung

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Einzelbestandteile auf 209, rechnet IHS vor. Dazu gesellen sich pro Smartphone weitere zwölf Dollar für die Fertigung. Ein vergleichsweise hoher Betrag, da Motorola das Smartphone in den Vereinigten Staaten fertigen lässt. Insgesamt ergibt sich also ein Gesamtbetrag von 221 Dollar, was aktuell rund 166 Euro entspricht. (red, derStandard.at, 28.08.2013)

  • Die Gesamtkosten für die Einzelbestandteile des Moto X sollen bei 209 Dollar liegen, die Fertigung wird pro Gerät auf zwölf Dollar geschätzt.
    foto: ihs

    Die Gesamtkosten für die Einzelbestandteile des Moto X sollen bei 209 Dollar liegen, die Fertigung wird pro Gerät auf zwölf Dollar geschätzt.

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