Deficopter: Flugdrohne liefert Defibrillator

27. August 2013, 14:15
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Intelligenter Roboter soll durch schnelles Eingreifen Herztode verhindern

Der Verein Definetz und das auf Luftfotografie und Vermessung spezialisierte Unternehmen Height-Tech aus Halle haben eine Flugdrohne vorgestellt, die in Zukunft als Lebensretter fungieren könnte. "Deficopter" heißt das Gerät, und wie der Name nahelegt, ist sie mit einem Defibrillator bestückt.

Schnelle Hilfe

Bei einem Notfall soll das Gerät einen Menschen in Not automatisch ansteuern und den Defibrillator für Ersthelfer direkt am Boden oder per Fallschirm absetzen können. Dies soll sich insbesondere als praktisch erweisen, wenn der Betroffene für die Rettungskräfte – etwa aufgrund einer Stausituation oder unzugänglichem Gelände - schwer erreichbar ist oder sich inmitten einer Menschenansammlung befindet. Nach Angaben von Definetz sinkt nach einer Herzattacke pro vergangener Minute die Überlebenschance um zehn Prozent.

Anforderungen per App

Der Deficopter soll eine Reichweite von zehn Kilometern abdecken können und erreicht eine Fluggeschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. Er soll nahezu allen Witterungen trotzdem können.

Angefordert werden kann die Drohne von Menschen, die sich nahe der gefährdeten Person befinden. Via Smartphone-App kann die Defibrilator-Lieferung angefordert werden, über die GPS-Positionierung des Telefons findet der Deficopter ans Ziel.

Hürden

Jedoch stehen einem praktischen Einsatz des elektronischen Helfers noch größere Schranken im Weg. Deutsche Gesetzgebung verlangt laut der "Glocke", dass eine Flugdrohne nicht ohne menschlicher Aufsicht eingesetzt werden darf. Dies würde aktuell einen Start des Geräts aus behördlicher Sicht unmöglich machen.

Ebenfalls zu beachten sind die hohen Anschaffungskosten. Laut Hersteller kostet ein Deficopter zumindest 20.000 Euro. (red, derStandard.at, 27.08.2013)

  • Der Deficopter soll künftig bei der Lebensrettung assistieren - wenn es der Gesetzgeber erlaubt.
    foto: definetz e.v.

    Der Deficopter soll künftig bei der Lebensrettung assistieren - wenn es der Gesetzgeber erlaubt.

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