Internationaler Tourismus übertrifft Erwartungen

27. August 2013, 09:06
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Die Prognosen für das laufende Jahre wurden bereits in den ersten sechs Monaten übertroffen - Europa und Asien schneiden besonders gut ab

Die aktuellen Zahlen im internationalen Tourismus übertreffen alle Erwartungen im ersten Halbjahr 2013. Viel mehr Menschen als prognostiziert waren unterwegs und haben den Ländern eine Zuwachs der Gästeankünfte beschert. Ein Wachstum von 5 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 bedeutet, dass fast 500 Millionen Menschen auf Reisen waren. Das geht aus einer Untersuchung der Welttourismusorganisation (UNWTO) hervor, die jetzt veröffentlicht wurde.

Prognostiziert war ein Wachstum von drei bis vier Prozent, die aktuellen Daten übersteigen dieses ebenso wie die langfristige Prognose bis 2030, die ein jährliches Wachstum von 3,8 Prozent vorher gesagt hat.

In Zahlen bedeutet das, dass 25 Millionen mehr internationale Touristen Reiseziele auf der ganzen Welt besucht haben als im Vergleichszeitraum von 2012. Dabei profitierten vor allem die aufstrebenden Wirtschaftsnationen von der steigenden Reisefreude, sie konnten ein Wachstum von sechs Prozent verzeichnen. In den entwickelten Ländern nahm der Tourismus um vier Prozent zu. Ein Trend, der sich schon seit vielen Jahren abzeichnet.

Immer mehr Menschen Reisen

"Die Tatsache, dass der internationale Tourismus über die Erwartungen hinaus gewachsen ist zeigt, dass Reisen jetzt ein Teil des Konsumverhaltens für immer mehr Menschen geworden ist, sowohl in Ländern mit entwickelter als auch in jenen mit aufstrebender Wirtschaft!, so UNWTO-Generalsekretär Taleb Rifai. "Das unterstreicht die Bedeutung Tourismus als wichtigen Pfeiler der sozio-ökonomischen Entwicklung und als wesentlichen Faktor für Wirtschaftswachstum, Export und Arbeit."

Trotz der weltweiten Unterschiede in der Wirtschaftslage einzelner Nationen zeigt sich für alle Regionen eine positive Entwicklung im Tourismus. Europa hat mit einem Plus von fünf Prozent überraschend mehr Wachstum verzeichnet als vorhergesagt. Vor allem Mittel- und Osteuropa sind die treibenden Kräfte im europäischen Tourismus (+ 10%), aber auch Südeuropa und die mediterranen Länder konnten sich über mehr Reisende freuen (+ 6%). 

Asien und der pazifische Raum haben mit einem Plus von sechs Prozent ebenfalls alle Erwartungen übertroffen. Vor allem Südostasien (+ 12%) und Südasien (+ 7%) waren die treibenden Kräfte dieser Region. Auf der anderen Seite schwächelte der Tourismus in Amerika, der nur um zwei Prozen zulegen konnte, da Südamerika und die Karibik hinter den Erwartungen geblieben sind. Zentralamerika erreichte ein Plus von vier Prozent.

Der Mittlere Osten hat sich nach einem zweijährigen Negativwachstum erholt und mit 13 Prozent mehr Ankünften kräftig zugelegt. Allerdings seien diese Daten mit Vorsicht zu genießen, da das Wachstum in verschiedenen Regionen sehr unterschiedlich ausfalle und die vorläufigen Zahlen auf begrenzten Daten basieren.

Etwa 45 Prozent der Gesamtankünfte des Jahres finden üblicherweise im ersten Semester statt, wobei die Hochsaison in Nordeuropa von zwischen Juli und August in die zweite Jahreshälfte fallen. Das Wachstum soll im zweiten Halbjahr anhalten, wenn auch etwas geringer ausfallen, prognostiziert die UNWTO. Die Vorhersage für das Ganzjahresergebnis 2013 der UNWTO liegt somit bei etwa vier Prozent oder leicht darüber.

Die Chinesen haben übrigens Deutschland als Reisende überholt und sind mittlerweile die Nummer Eins im Tourismus. Noch nie zuvor sind so viele Chinesen in der Welt unterwegs gewesen und noch nie zuvor haben sie so viel Geld fürs Reisen ausgegeben. (todt, derStandard.at, 27.8.2013)

-> Weiterlesen: Wo der Tourismus floriert zeigt eine weitere UNWTO-Untersuchung zu den beliebtesten Reiseländern 2012.

Link: UNWTO

  • Unter anderem hat Europa die Erwartungen der UNWTO übertroffen.

    Unter anderem hat Europa die Erwartungen der UNWTO übertroffen.

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