Wiener ÖAAB-Chefin Tamandl kritisiert Leitl und Mitterlehner

26. August 2013, 14:13
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ÖVP-Nationalratsabgeordnete auf Facebook: "Kann die seltsamen Positionen nicht mehr hören"

Die Diskussion über das Lehrerdienstrecht und die Standortdebatte, in der Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl Österreich als "abgesandelt" bezeichnete, dürfte nicht allen in der ÖVP schmecken. Die Nationalratsabgeordnete und Wiener ÖAAB-Chefin Gabriele Tamandl kritisiert auf Facebook nun massiv ihre Parteikollegen Leitl und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Sie könne die "seltsamen Positionen" der beiden Kollegen "nicht mehr hören". Mitterlehners Kritik an der Lehrergewerkschaft bezeichnete Tamandl als "Blödsinn".

Leitl solle "erst einmal schauen, dass große österreichische - auch staatsnahe - Unternehmen nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon mit 50 in die Frühpension abdrängen", schrieb Tamandl. Auch die Debatte über eine frühere Anhebung des Frauenpensionsalters dürfte ihr reichen - diese habe sie "sooo satt!".

Der Eintrag wurde Montagmittag auf Tamandls Facebook-Profil veröffentlicht und ist öffentlich einsehbar. Tamandl war für derStandard.at für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar.

Die ÖVP-Abgeordnete ist seit 2003 im Parlament und kandidiert auf der Wiener Landesliste auf dem dritten Listenplatz. (seb, derStandard.at, 26.8.2013)

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