Berliner Gemäldegalerie zieht nicht um

Neubau für Museum der Moderne am Potsdamer Platz kostet nur ein Drittel

Berlin - Der umstrittene Umzug der Berliner Gemäldegalerie vom Potsdamer Platz an die Museumsinsel ist vom Tisch. Die verantwortliche Stiftung Preußischer Kulturbesitz erklärte am Mittwoch, das Projekt sei "derzeit finanziell nicht leistbar". Einem Gutachten zufolge würde der Umzug der Alten Meister mit dem dann nötigen Neubau an der Museumsinsel mindestens 375 Millionen Euro kosten. Stattdessen soll nun für etwa ein Drittel der Summe ein neues Museum der Moderne am Potsdamer Platz entstehen.

Ursprünglich hatte die Stiftung geplant, die Gemäldegalerie mit ihrer wertvollen Sammlung Alter Meister zu räumen, um dort die Kunst der Moderne unterzubringen. Diese Pläne hatten im vergangenen Jahr international einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Kritiker fürchteten, die Alten Meister könnten jahrelang im Depot verschwinden.

Die Stiftung hatte daraufhin eine Studie in Auftrag gegeben, die mehrere Varianten prüfen sollte. Ziel ist nun, hinter der Neuen Nationalgalerie an der Sigismundstraße ein zusätzliches Museum zu bauen. Die Kosten werden auf knapp 130 Millionen Euro veranschlagt. Der Stiftungsrat und die parlamentarischen Gremien müssen dem neuen Konzept noch zustimmen. (APA, 21.8.2013)

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