"Magnifica presenza": Traumtänzer in guter Gesellschaft

21. August 2013, 18:06
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Ferzan Ozpeteks unaufgeregte Geistergeschichte hat wenig mit zeitgenössischen Fantasyabenteuern zu tun und setzt auf Situationskomik

Ein junger Mann bezieht seine erste eigene Wohnung. Pietro (Elio Germano), der sein Geld als Kipferlbäcker verdient, möchte eigentlich Schauspieler werden und ist insgesamt auf etwas altmodische Art verträumt. Dass er in seinen neuen Räumen eine Gruppe festlich gekleideter Mitbewohner beherbergt, die außer ihm noch dazu keiner sehen kann, versetzt ihn dann aber doch in Panik.

Ferzan Ozpeteks "Magnifica presenza" ist eine Geistergeschichte, allerdings eine, die weniger mit zeitgenössischen Fantasyabenteuern und viel mehr mit klassischen Vorbildern wie dem Canterbury Ghost oder auch Fellinis Julia und die Geister zu tun hat. Der unaufgeregte, eher auf Situationskomik denn auf große Effekte abzielende Gestus des Films ist sympathisch, ebenso Germano als zentraler Darsteller. Letztendlich fehlt es der tragikomischen, wechselseitigen Erlösungsgeschichte aber an Anziehungskraft. (irr, DER STANDARD, 22.8.2013)

  • Macht Bekanntschaft mit untoten Mitbewohnern: Elio Germano in "Magnifica presenza".
    foto: filmladen

    Macht Bekanntschaft mit untoten Mitbewohnern: Elio Germano in "Magnifica presenza".

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