"Hören Sie, das ist ein Blödsinn!"

Interview mit Video | Saskia Jungnikl
16. August 2013, 18:28
  • "Das schönste Buch schreibt das Leben", meint Politiker Strache.
    foto: standard/fischer

    "Das schönste Buch schreibt das Leben", meint Politiker Strache.

  • "Hören Sie, das ist ein Blödsinn", meint hingegen Buchautor Glavinic.
    foto: standard/fischer

    "Hören Sie, das ist ein Blödsinn", meint hingegen Buchautor Glavinic.

Schriftsteller Thomas Glavinic diskutiert mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache über Literatur, Angst, den Tod und den Intellekt freiheitlicher Wähler

STANDARD: Herr Glavinic, Ihr neues Buch "Das größere Wunder" erscheint Ende August. Es ist ein Liebesroman, ein Buch über das Erwachsenwerden, ein Buch über die Freiheit. Wie steht es um die Freiheit der Kunst in Österreich?

Glavinic: Gut. Es wird jedenfalls niemand für seine Kunst verfolgt. Dass Leute sich über Skulpturen oder Bücher aufregen, gehört zu ihrem Recht, das ist keine Beschneidung der künstlerischen Freiheit. Problematischer sehe ich, dass die Zeiten vorbei sind, in denen sich die Politik verteidigend eingemischt hat, wenn aus einer bestimmten Ecke Anfeindungen laut geworden sind. Die Künstler stehen alleine da.

Strache: Ich sag immer, das schönste Buch schreibt das Leben…

Glavinic: Bitte, wieso schreibt denn das schönste Buch das Leben? Wissen Sie, was ein Roman ist? Ein Roman stellt die Welt in einer idealen Weise konzentriert dar. Was wir im Alltag erleben, ist durchsetzt mit Leerlauf und alltäglicher Langeweile. Ein Roman ist ja viel besser!

Strache: Das ist eine Frage der inneren Einstellung. Es gibt Menschen, die sind dazu bestimmt, ihr Leben mit wenigen Leerläufen zu bestreiten. Aber ich gebe Ihnen recht: Das Schöne an Literatur und Kunst ist, dass man durch das Lesen die Gedanken anderer kennenlernt, was eine Weiterentwicklung möglich macht.

Glavinic: Hilft das bei Ihnen?

Strache: Selbstverständlich!

Glavinic: Was lesen Sie denn?

Strache: Leider nichts von Ihnen, das werde ich nach der Wahl nachholen. Wahrscheinlich das Erstlingswerk.

STANDARD: Da geht es um Schach, das spielen Sie ja beide.

Glavinic: Wissen Sie, dass fünfzig Prozent der weltbesten Schachspieler ohne Vater aufgewachsen sind?

Strache: Interessant. Sie sind vaterlos? So wie ich?

Glavinic: Ja. Es gibt die Theorie, dass der König des Gegners der Penis des Vaters ist. Ist nicht von mir, sondern vom Großmeister und Psychiater Ruben Fine.

Strache: Wird es jetzt tiefenpsychologisch? Meine Lieblingsfigur ist die Dame. Die ist am besten am Feld und hat dadurch den größten Reiz.

Glavinic: Da hat er leider recht.

Strache: Für mich ist das Schachspielen deswegen interessant, weil man lernt strategisch heranzugehen, so viele Züge wie möglich in Erinnerung zu behalten und vor zu denken. Dadurch lernt man Selbstdisziplin.

Glavinic: Es geht sehr um Selbstzweifel.

Strache: Selbstzweifel zu haben ist zutiefst menschlich.

Glavinic: Glauben Sie an Gott?

Strache: Ja.

Glavinic: Gut. Angenommen Sie sterben morgen, was wird er Ihnen sagen?

Strache: (lacht) Ich bin davon überzeugt, dass ich lebe…

Glavinic: Ja, gut, das sehe ich... Ich meine: Sind Sie im Plus oder im Minus? Was steht unter dem Strich, auch moralisch?

Strache: Man muss sein Leben so verstehen, dass es mit Fehlern behaftet ist, mit Lernprozessen, mit Weiterentwicklungsprozessen und da bin ich noch lange nicht dort angekommen, wo ich hin möchte. Aber das ist das Schöne: Dass man versucht, ein nach seinen Moralmaßstäben anständiges Leben zu leben.

Glavinic: Wie legt sich das auf Ihr politisches Leben um?

Strache: Indem ich versuche als Mensch mit mir selbst im Reinen zu sein, man kann es auch als Selbstliebe bezeichnen, mit dem Wissen auch Fehler zu haben. Und politisch, da kommen wir jetzt in die unterschiedlichen Ebenen, wo wir einander auch diametral gegenüberstehen…

Glavinic: Woher wissen Sie, wo ich politisch stehe?

Strache: Was ich gelesen habe… zum Beispiel als Sie unserer Kultursprecherin Heidemarie Unterreiner geraten haben, ihre Tabletten zu nehmen. Es ist im Übrigen nicht statthaft, das zu einer Frau zu sagen.

Glavinic: Zu einem Mann dürfte ich?

Strache: Nein, aber Sie haben zum Beispiel gesagt, wer die FPÖ wählt, hat nicht genug im Kopf. Das heißt, Sie haben allen freiheitlichen Wählern den Intellekt abgesprochen.

Glavinic: Das ist ja auch richtig. Wobei ich manchmal etwas überspitze.

Strache: Das mache ich auch manchmal.

Glavinic: Die Frau Unterreiner ist fachlich nicht sonderlich beschlagen. Wobei ich mich ohnehin frage, wieso Sie eine Kultursprecherin brauchen. Aber was sie damals bezüglich Subventionen behauptet hat, war schlecht recherchiert oder bösartig zusammengefasst. Als Kultursprecherin sollte man ein wenig Ahnung haben.

Strache: Frau Unterreiner hat schon Akzeptanz, vielleicht nicht bei allen Künstlern...

Glavinic: Bei welchen Künstlern hat die FPÖ denn Akzeptanz?

Strache: Bei aller Wertschätzung, aber wir haben auch ein paar Künstler...

Glavinic: Bitte, wer soll das sein, außer ein paar Sonntagsmalern…

Strache: Ich kenne Künstler, die Angst haben sich zur Partei zu bekennen, weil sie sonst in diesem Staatskunstförderungssystem keine Chance hätten!

Glavinic: Das sind feige Leute, die sich nicht zu ihrer Gesinnung bekennen? Das sind also Ihre. Darauf können Sie stolz sein.

Strache: Sie sollten das Problem ernst nehmen, gerade als Künstler. Manche sind charakterlich stärker und manche weniger.

Glavinic: Sind Sie der Anwalt der gescheiterten Künstler?

Strache: Nein, von allen.

Glavinic: Sie kommen aus einem Burschenschafter-Milieu, in dem Mut, Charakter, Festigkeit eine Rolle spielen. Da frage ich mich, wie das dann zusammen geht.

Strache: Deswegen braucht es einen Robin Hood, der sich für die Entrechteten einsetzt und den Mut, den andere nicht haben, vorlebt.

Glavinic: Christi Himmel, noch einmal: Welche bekannten Künstler haben sich je zu Ihnen bekannt?

Strache: Glauben Sie mir… (lange Pause) wenige.

STANDARD: Welche Bücher haben Sie geprägt?

Strache: Das letzte Buch, das mich fasziniert hat, war "Der Alchimist" von Paulo Coelho. Damals hatte ich eine interessante Lebensphase, wo ich auf der Suche war…

Glavinic: So vor zwanzig Jahren...

Strache: Nein, vor einem Jahr. Wir sind ja immer Suchende! Das Buch hat mich geprägt, weil das Gute, das man sucht oft so nahe ist. Sonst hat mich vieles geprägt: Eltern, Umfeld, Schule.

Glavinic: Sie waren im Internat?

Strache: Stimmt. Was einen nicht umbringt, macht einen härter.

Glavinic: So könnten Sie auch jede Watschen verteidigen. Würden Sie Ihre Kinder ins Internat geben?

Strache: Ich kann es mir leisten, das nicht tun zu müssen. Meine Mutter hatte keine Wahl. Es war ihr nicht möglich, sich den ganzen Tag um mich zu kümmern. Das begreift man als Kind nicht, macht seiner Mutter Vorwürfe. Jetzt weiß ich zu schätzen, was sie für mich getan hat.

Glavinic: Schürt das Verlassenheitsängste?

Strache: Mit Sicherheit. Wenn die Mutter keine Zeit hat – und Vater hatte ich keinen – versucht man das zu hinterfragen. Das entscheidende ist: manches versteht man erst später. Man lernt in solchen Prägungsphasen früher, als andere das tun. Ich wurde zum Beispiel früher selbstständig.

Glavinic: Fast alles, was ich über Gut und Böse weiß, weiß ich aus der Literatur: weil sie ein umfassendes Bild über den Menschen schafft. Ich verstehe nicht, wie Sie ohne so etwas auskommen.

STANDARD: Welche Autoren haben Sie denn geprägt?

Glavinic: Tolstoi, vor allem mit Anna Karenina, der ganze Knut Hamsun, Truman Capote, Bukowski, Marquez, ach, es waren so viele.

Strache: Für Menschen wie Sie ist Literatur im eigentlichen Sinn wichtig. Für Menschen wie mich ist alles, was mit Philosophie, Geschichte zu tun hat, interessanter.

Glavinic: Dann haben Sie Literatur von Grund auf nicht verstanden. Literatur schließt das alles mit ein. Wenn Sie etwas über das spätere 19. Jahrhundert in Russland lesen wollen, dann lesen Sie Anna Karenina.

STANDARD: Auf welche Art prägen denn Ihre Bücher?

Glavinic: Das weiß ich natürlich nicht mit Sicherheit. Ich hoffe, dass ich Menschen zum Mut präge: zum Mut der Individualität, zum Mut zum Freiheitsgedanken, zum Mut, der Mensch zu werden, der ihn ihnen angelegt ist, ein Leben zu leben, dass es so noch nicht gegeben hat.

Strache: Da bin ich wieder bei dem Satz, dass das schönste Buch das Leben schreibt…

Glavinic: Hören Sie, das ist ein Blödsinn!

Strache: Ich habe das erlebt! Dass jeder junge Mensch seine innere Bestimmung hat, und manchmal abkommt und wieder zurückfindet. Meine Bestimmung ist Politik.

Glavinic: Wovor haben Sie Angst?

Strache: Ich habe keine Angst.

Glavinic: Das ist aber nicht sehr intelligent.

Strache: Moment! Natürlich gibt es eine gewisse Ausprägung von Angst, die gesund ist. Angst ist aber in vielen Situationen auch der schlechteste Ratgeber.

Glavinic: Sind Sie schon auf einen Berg gestiegen?

Strache: Bergsteigen ist ein guter Punkt. Wer zuviel Angst hat, wird es nie versuchen. Wer zu wenig hat, wird vielleicht nicht zurückommen. Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber ich habe Mechanismen wie Vorsicht und Vernunft.

Glavinic: Sie gehen frei und leicht durch das Leben?

Strache: Ja, weil ich positiv bestimmt bin und mich jeden Tag auf den neuen Tag freue.

Glavinic: Das macht mich wahnsinnig. Wie wäre das wenn Sie nicht mehr Chef der FPÖ wären?

Strache: Herrlich, dann hätte ich mein Leben. Vielleicht werde ich Schriftsteller!

STANDARD: Sie wollten vor den Wahlen ein Buch darüber schreiben, wie Sie wirklich sind. Wie steht es damit?

Strache: Es ist vorangeschritten, aber es macht vor den Wahlen keinen Sinn mehr.

Glavinic: Würden Sie mit dem Buch am Bachmann-Preis teilnehmen?

Strache: Ich glaube nicht. Das Buch hat eine andere Aufgabe: Meine Person so aufzuzeigen, wie man mich nicht kennt. Man hat immer nur die reduzierte Fassung meines Lebens, aber nicht alle hundert Prozent. Preis wird man mir hier keinen verleihen. Vielleicht sollte ich einen stiften. Aber vermutlich würde ich nicht einmal den gewinnen. (lacht)

Glavinic: (lacht) Vermutlich nicht. (Saskia Jungnikl, DER STANDARD, Langversion, 17./18.8.2013)

Zu den Personen

Thomas Glavinic (41) wurde vor Kurzem von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als „fraglos interessantester Schriftsteller seiner Generation“ bezeichnet. Seine Romane sind in 20 Sprachen übersetzt. Er erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Sein neuer Roman Das größere Wunder erscheint am 26. August – er steht auf der Longlist für den deutschen Buchpreis und ist für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis nominiert. Glavinic hat einen Sohn und lebt in Wien.

Heinz-Christian Strache (44) ist ausgebildeter Zahntechniker. Er kam 1991 zur FPÖ und wurde 2004 Wiener Parteichef. Seit der Abspaltung von Jörg Haiders BZÖ 2005 führt er die gesamte FPÖ an, bei den Wahlen 2008 erreichte sie 17,5 Prozent. Strache ist Mitglied der schlagenden Verbindung Vandalia, seine Kritiker werfen ihm mangelnde Abgrenzung zum Rechtsextremismus vor. In seiner aktuellen Wahlkampagne geht es um Nächstenliebe. Strache hat zwei Kinder, er lebt mit seiner Lebensgefährtin in Wien.

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Strache & die Angst

vaterlos aufgewachsen (dafür kann er nix); den Vater (den starken Mann) in Kampfsportgruppen gesucht & gefunden; endlich stabilisiert & zuhause angekommen; intellektuell im auswendiggelernten verankert. später wald & tarnanzug durch partei, jeans & sakko ersetzt; in ermangelung personeller alternativen in seiner mehrfach gesprengten partei bis zum fp chef hochgerutscht & dabei den aussen geschlecktesten traumschwiegersohn gebend ansonst jedoch der unverändert kochend zornigen junge mann unter kochend zornigen jungen männern seiend, sets versuchend ein bisserl Peter Alexander zu sein, aber jeder klare Gedanke vom lodernden Dschingis Khan zuvelässig zunichte gemacht.

und natürlich verbringt der peter-alexander-schwiegersohn-parteichef seine ausgedehnten leerläufe mit nix anderem als angst vor dem dummen inneren monster zu haben. und das jede sekunde, siehe auch die ORF Wahlfahrt.

H.C. Strache ist ein angstgetriebener Hassprediger -

auch wenn er dementiert, Ängste zu haben.

Das ist einer von tausend Aspekten, wieso gerade Strache absolut untauglich für die Politik ist.

lieber Standard

Ad Bildungsauftrag: "...ein Leben zu leben, dass (sic) es so noch nicht gegeben hat."

Ah so, auf derstandard.at tummeln sich die Strache-Fans. Jetzt wird mir einiges klar.

Aber geh,..

... nur weil man nicht auf 'Austro-Bukowskis' steht, ist man noch lange kein Strache-Fan...

Jetzt...

... hab ich mir das alles noch einmal durchgelesen., weil ich's ja fast nicht glauben kann...

Ich hab's wahrlich nicht mit der FPÖ...
Aber im Vergleich zu Hrn. Glavinic kann sogar der Herr Strache mit eindeutigen Sympathiewerten punkten...

Die Dame im Schachspiel...

"Strache: Wird es jetzt tiefenpsychologisch? Meine Lieblingsfigur ist die Dame. Die ist am besten am Feld und hat dadurch den größten Reiz.

Glavinic: Da hat er leider recht. "
.
Kann man daraus Rückschlüsse auf Glavinic's Frauenbild ziehen?? :))

Irgendwie sollte man beim Schachspielen schon auch akzeptieren können, dass die Dame die stärkste Figur im Spiel ist. Sonst sollte man sich vllt besser auf andere Spiele verlegen... äh... vllt Backgammon?.. oder Poker ? ..

Super, die Videoantworten: Klischees sind einfach so wahr!

Hier der Politiker, der eingeübte Stehsätze zum Besten gibt, bzw. sich vor Antworten drückt, wenn sie ihm als zu "gefährlich" erscheinen.

Dort der Schriftsteller, der immer die allerspeziellste und am-wenigsten-Mainstream-Antwort gibt, mit der man jetzt nicht rechnen konnte...

noch so ein Interview werd ich mir nicht antun...

In der aktuellen Werbekampagne der FPÖ geht es NICHT um Nächstenliebe.
Diese dient nur als rosa Masche für die übliche Hetze.Im gesamten Interview wird alles Politische derart ausgespart, daß man glatt vergessen könnte, es mit dem
Chef einer rechtsextremen Partei zu tun zu haben.

Ich glaub manche von den Fragen hat der Strache bis heute geistig noch nicht ganz aufgefasst.

"Strache: Bei aller Wertschätzung, aber wir haben auch ein paar Künstler..."

"Glavinic: Bitte, wer soll das sein, außer ein paar Sonntagsmalern…"

Der eine oder andere Postkartenmaler wird schon dabei sein...

"Strache: Ich sag immer, das schönste Buch schreibt das Leben…"

ROFL - lustiger als die gemeinste Satire...

paul celan interviewt heinrich drimmel

warum habe ich den eindruck, daß unsere "dichter" bei diesen überflüssigen standard-polittalks ungemein abstinken.
am peinlichsten bisher: josef winkler! (obwohl er unter den zeitgenössischen schriftstellern noch zu den besseren zählt.)

Auweh - ich halt ja an sich nicht so viel von selbsternannten LiteratInnen, die die meiste Zeit zwischen Anzengruber und Fischlokal am Naschmarkt pendeln, aber gegen den Strach so abzustinken, das ist eine reife Leistung.

"Glavinic: Fast alles, was ich über Gut und Böse weiß, weiß ich aus der Literatur:"

Er dürfte eine "enorme" Lebenserfahrung gesammelt haben. Seine Behauptung bedeutet eigentlich, dass alles, was er schreibt, hat er irgendwo gelesen.
Er permutiert praktisch seine literarischen Erlebnisse in neue Formen.
So lesenswert finde ich sowas nicht gerade.
Künstler, die ihr Wissen und ihre Intuitionen aus der Kunst schöpfen,
sind wie Schlangen, die in die eigenen Schwanz beißen.
Kunst muss etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben mindestens indirekt...

warum sollte sich alles zwingend auf "Grundlegendes" stützen und nicht auf der arbeit anderer aufbauen? so funktioniert kulturelle evolution.
beides ist denkbar, das eine nicht "besser" als das andere.

Nach diesem Interwiev werde ich von ihm sicherlich nichts lesen.

das wäre ein Fehler...

...und sehr kurzsichtig! auch große Musiker schreiben mal eine schlechte Nummer....Ihnen hat das Interview nicht gefallen....seine Bücher deswegen nicht zu lesen, wäre dumm...sie würden was versäumen ;)

Da muss einer aber sehr krampfhaft beweisen, dass er besser, schlauer, intelligenter und viiiel intellektueller ist als der Herr Strache...

Von den Werken Glavinics kenn ich nur "Wie man leben soll". Habs geschenkt bekommen u. es hat mich dazu verleitet, die anderen eben nicht zu lesen. Meiner Meinung nach ist das Buch eine Sammlung spätpubertären Phantasien und Adoleszenz-Klischees - der Schenkende hat sich leider in meinem Geschmack sehr geirrt oder wollt es loswerden...

ich bin ja bei weitem kein fan vom H:C: aber der glavinic is mir noch unsympatischer als der "blaue toni" ...und das muß man erst mal schaffen

Keine echten Lösungen für die Integrationsfrage. Nur populistisches "Mir san mir" oder "Nächstenliebe für unsere Österreicher" - solches Gerede spricht nur äußerst Beschränkte an.
Der Mann will Minderheiten ausgrenzen und nicht integrieren - wenn man den Gedanken weiterführt landet man bei den Praktiken der Nazis (Schaffung von Ghettos, KZs... ).
Sowas nennt man rechtsradikal und sollte in Ö verboten werden. Jedoch wer sollte soetwas durchsetzen? Da Spindi oder der Kermit? - Gute Nacht Österreich.

wo werden bei uns Minderheiten ausgegrenzt- im Gemeindebau wo in jede freie Wohnung Migranten einziehen, auf jeden Würstelstand drei Kebabstandln aufmachen, wo wegen eines zusätzlichen Ladenöffnungstages eine staatsaffäre gemacht wird, türkische Läden aber tag und nacht 7T/W. offen haben...ausserdem, von welcher Minderheit sprechen sie eigentlich...
wenn ich von meinen eltern im 10ten bezirk zu mir in den 5ten gehe, fühle ich mich einer minderheit angehörig und davon spricht Strache!

eben - ghetto

not gegen elend... ;)

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