Supermärkte wollen auch nicht perfektes Obst verkaufen

16. August 2013, 11:38
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Billa, Merkur und Adeg testen ab September, ob Obst und Gemüse mit "Schönheitsfehlern" bei Konsumenten durchgeht - Von Annahme überzeugt - Eigene Aktion, eigene Marke

Wiener Neudorf/Wien - Äpfel, Karotten oder Erdäpfel werden bei Billa, Merkur und Adeg in Österreich ab September so verkauft, wie sie natürlich gewachsen sind und nicht, wie sie dem Schönheitsideal von Obst und Gemüse entsprechen. Rewe International bringt Lebensmittel mit Schönheitsfehlern als Eigenmarke in seine Supermärkte. Vorbild dafür ist Coop Schweiz.

Mit Hilfe der Aktion ("Verwendung statt Verschwendung") soll laut Rewe das Bewusstsein für die Qualität von heimischen Lebensmitteln geschärft und ein "Gegenmodell zur Wegwerfkultur" entwickelt werden, hieß es in einer Mitteilung vom Freitag. Die qualitativ einwandfreien Produkte, die bloß nicht makellos aussehen, würden auch zu einem günstigeren Preis als herkömmliches Obst und Gemüse angeboten, freilich je nach Verfügbarkeit.

"Wir wollen ausloten, wie sehr unsere Kunden an Ware mit optischen Makeln interessiert sind. Unser Ziel ist es, künftig einen größeren Teil der Ernte zu verwerten", erklärte Rewe-Chef Frank Hensel. Er glaubt, dass umweltbewusste Kunden großes Verständnis dafür haben werden. Nutznießer der Aktion seien auch die zuliefernden Bauern. (APA, 16.8.2013)

  • Druckstellen und Verfärbungen sollen bei Supermarktobst kein Tabu mehr sein.
    foto: malte christians/dpa

    Druckstellen und Verfärbungen sollen bei Supermarktobst kein Tabu mehr sein.

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