"Plants vs. Zombies 2": Umstrittene Gratis-Fortsetzung veröffentlicht

15. August 2013, 15:40
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Solide Umsetzung, Tester reagieren gespalten auf das Free-to-Play-Modell

Das Entwicklerstudio Popcap, seit einiger Zeit im Besitz von Electronic Arts, hat den zweiten Teil von "Plants vs. Zombies" für iOS im deutschsprachigen Raum veröffentlicht. Die Fortsetzung des erfolgreichen Tower-Defense-Derivats liefert zwar solides Gameplay, der Umstieg auf das Free-to-Play-Modell sorgt aber auch für Kritik.

Mit Pflanzen gegen die Untoten

Abermals darf der Spieler für Hauptcharakter Crazy Dave in die Schlacht gegen die Untoten ziehen. Die Handlung entführt diesmal nicht nur auf einen Trip um Haus und Garten, sondern durch die Zeit an verschiedene Orte und unterschiedliche Epochen. Die Geschichte bleibt dabei ausdrücklich abgefahren, den eigentlich sucht Dave nur seinen leckeren Taco.

Um sich der Zombies zu erwehren, werden allerlei Pflanzen aufgestellt, die jeweils auf eine Aufgabe spezialisiert sind. Sonnenblumen sammeln Energie, um weitere Pflanzungen vorzunehmen, Kartoffeln hindern die Gegner temporär am Weitergehen und die meisten anderen Gemüsesorten und Blumen nehmen die Bösewichte unter Beschuss. Das wesentlichste neue Element ist Dünger, der den Pflanzen besonders starke Angriffe entlockt.

Kostenlos durchspielbar, aber...

Im Kern hat sich, wie Liat Clark bei Wired berichtet, also kaum etwas verändert. Man spielt, bis der letzte Gegner besiegt ist, von Level zu Level und darf es zwischenzeitlich mit besonders üblen Schurken aufnehmen. Das Arsenal wird im Ingame-Shop erweitert.

Und hier kommt es zum Knackpunkt. Popcap betont zwar, dass sich das kostenlos im App-Store erhältliche "Plants vs. Zombies 2" auch durchspielen lässt, ohne jemals echtes Geld in die Hand zu nehmen, jedoch setzt dies nach der ersten Welt viel Geduld voraus. Um weiterreisen zu können, müssen Sterne erspielt werden. Derer sind im zweiten Abschnitt auf Anhieb aber nicht genug in einem Durchlauf erspielbar.

Qual der Wahl

Der Spieler steht also vor der Wahl: Spielt er bereits absolvierte Level erneut, um das Konto aufzufüllen, oder investiert er Echtgeld in die Freischaltung der nächsten Welt. Nicht nur der Zutritt in höhere Sphären kann zwecks Zeitersparnis erkauft werden, auch allerlei andere Upgrades und Einzelfortschritte lassen sich auf diesem Wege schneller erwerben, anstatt sich für ihren Erhalt mit bereits Erledigtem zu beschäftigen.

Sechs Pflanzen gibt es allerdings ausschließlich für echtes Geld. Darunter die Jalapeno oder die Powerlilie, die bereits aus dem Vorgänger bekannt sind.

"Fair" oder ruiniert?

Entscheidet man sich dafür, die Geldbörse stecken zu lassen, sind es nur die neu eingeführten Spielmodi, die eine Zeit lang die Monotonie aufbrechen können, befindet Clark. Seiner Ansicht nach ruiniert das Free-to-Play-Konzept den Titel letztlich. Bei Heise urteilt man hingegen positiv und hält "Plants vs. Zombies 2" für ein "faires" Angebot.

Releasetermine für andere Plattformen hat EA noch nicht bekanntgegeben. Derzeit läuft auch die Entwicklung des Third-Person-Shooters "Plants vs. Zombies: Garden Warfare". Zu diesem Game sollen auf der Gamescom neue Informationen veröffentlicht werden. (gpi, derStandard.at, 15.08.2013)

Video: Plants vs. Zombies 2 - Trailer

  • Abermals wehrt man mit seiner Pflanzenarmee Untote ab, bestimmte Fortschritte benötigen ohne Echtgeld aber viel Zeit.
    foto: popcap

    Abermals wehrt man mit seiner Pflanzenarmee Untote ab, bestimmte Fortschritte benötigen ohne Echtgeld aber viel Zeit.

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