Siemens streicht 2.300 Stellen

3. August 2003, 20:41
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Marktschwäche zwingt Konzern zu massiven Einschnitten bei Mobilfunk-Sparte ICM

München - Der Münchener Siemens-Konzern will in seiner krisengeschüttelten Mobilfunksparte ICM bis Ende 2004 zusätzlich eine Milliarde Euro einsparen und weltweit weitere Stellen streichen.

"Bis Ende des nächsten Geschäftsjahres (zum 30. September) sollen rund 2300 Stellen entfallen, davon 500 in Deutschland", teilte Siemens Information und Communication Mobile (ICM) am Mittwoch in München mit. "Da sind Kündigungen dabei", sagte ein Sprecher, ohne aber konkrete Zahlen zu nennen.

Weiterer Abbau nicht ausgeschlossen

In den vergangenen beiden Jahren waren bei ICM bereits 4.000 Arbeitsplätze gestrichen worden. Auch in weiteren Siemens-Bereichen ist ein zusätzlicher Stellenabbau nicht ausgeschlossen. Insgesamt hatte Siemens bereits den Abbau von mehr als 35 000.Stellen angekündigt.

Hintergrund des heute bekanntgegebenen zusätzlichen Jobabbaus bei ICM sei die anhaltende Marktschwäche, die durch Preisverfall, Überkapazitäten und Investitionszurückhaltung seitens der Kunden gekennzeichnet sei, hieß es. Siemens bekomme wie alle Wettbewerber den erheblichen Margendruck zu spüren. "Diesen Entwicklungen müssen wir Rechnung tragen, um gestärkt aus der Krise zu kommen", erklärte Siemens-ICM-Chef Rudi Lamprecht. Die Siemens-Aktie notierte kurz nach der Mitteilung mit 49,60 Euro um 0,2 Prozent schwächer. (APA/dpa/vwd)

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