Die 100 Werke

3. August 2003, 22:22
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Berliner Beethoven-Handschriften werden reproduziert

Berlin - Die weltweit einzigartige Handschriftensammlung zum Werk des Komponisten Ludwig van Beethoven (1770-1827) soll erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wie die Berliner Staatsbibliothek am Mittwoch mitteilte, werden die 100 Werke in der Edition "Die Beethoven-Sammlung" des Münchner K.G. Saur Verlags mit 14.600 Seiten Autographen und Manuskripten, 13.500 Seiten Abschriften sowie 1800 weiteren autographen Seiten auf Mikrofiche verfilmt. Die Edition (5.400 Euro) soll schon 2004 vollständig vorliegen.

Dadurch werde das Studium der Manuskripte in Farbe und mit ihren Durchstreichungen, Änderungen und nachträglichen Korrekturen bis ins Detail möglich. Die Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz besitzt fast alle "großen Werke" Beethovens wie die Symphonien Nr. 4, 5, 7, 8 und 9, die Klavierkonzerte Nr. 1-3 und Nr. 5, die Missa Solemnis und Beethovens einzige Oper "Fidelio". Reichhaltig ist auch der Bestand an Notenskizzen des Komponisten, die allein mit 4.700 Seiten die gesamte Wiener Zeit umfassen und mit den Notierungen Beethovens auf dem Krankenlager enden.

Neben diesen in Berlin lagernden Beständen existieren noch etwa 1.800 Beethoven-Autographen, die als Folge der Verlagerungen im Zweiten Weltkrieg gegenwärtig noch in der polnischen Biblioteka Jagiellonska in Krakau aufbewahrt werden. Diese Bestände werden in der Edition des Verlages separat in der vierten Lieferung wiedergegeben.(APA)

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