ACS und Lockheed: Gegenseitiger Verkauf von IT-Einheiten

7. August 2003, 11:45
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Doppelter Deal bringt Vorteile für beide Unternehmen

Affiliated Computer Services (ACS) und Lockheed Martin stehen in Gesprächen, die zu einem gegenseitigen Verkauf von einzelnen Outsourcing-Einheiten aus ihrem IT-Geschäftsbereich führen sollen. Dies berichtet das Wall Street Journal heute, Mittwoch. Verhandelt wird ein zweiteiliger Deal, in dem ACS seine für ausgelagerte Regierungssysteme zuständige Geschäftseinheit um 650 Mio. Dollar an Lockheed Martin verkaufen könnte. Zugleich will ACS für 100 Mio. Dollar Lockheed Martins Geschäft mit Auslagerungen in wirtschaftlichen Unternehmensbereichen erwerben.

Durch einen solchen beiderseitigen Verkaufsabschluss könnte sich ACS in Zukunft auf den lukrativen Markt für Auslagerungen von wirtschaftlichen Geschäftsprozessen konzentrieren. Dazu zählen unter anderem Bereiche wie Rechnungswesen, Human Ressources oder Computer Management. Lockheed hingegen will seine wirtschaftlichen Einheiten verkaufen um vermehrt seine Tätigkeit im militärbezogenen Bereich wahrnehmen zu können. So will das Unternehmen für zivile Behörden und das Verteidigungsministerium arbeiten. John B. Jones, Computer-Serviceanalyst bei Soundview Technology, meint, dass dieser Verkauf "einen guten Deal für beide Seiten" darstellen würde.

Unabhängig von diesen Verkaufsgesprächen hat ACS die Ergebnisse für das vierte Quartal seines Geschäftsjahres bekannt gegeben, wobei das Unternehmen seinen Profit um 23 Prozent steigern konnte. Der Nettogewinn stieg auf 83,9 Mio. Dollar gegenüber 68,1 Mio. Dollar im Vorjahr und beim Umsatz konnte ACS einen Anstieg um 18 Prozent von 856,8 Mio. auf 1,01 Mrd. Dollar verzeichnen. (pte)

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