Wie sich die Xbox One vor Überhitzung schützt

14. August 2013, 15:26
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Automatisches System soll Wärmeprobleme ohne Zutun des Nutzers lösen

Die Xbox One soll, so hat es Microsoft versprochen, zehn Jahre lang im Dauerbetrieb durchhalten. Einen teuren Rückschlag wie den "Red Ring of Death" will das Unternehmen unter allen Umständen vermeiden. Dementsprechend groß ist der Fokus auf die Wärmeentwicklung der Next-Gen-Konsole. Details hat nun Chefentwickler Leo del Castillo bei Gizmodo verraten.

Lüfter unter Normalbedingungen nie im Vollbetrieb

Sollte unter hoher Last plötzlich ein unerwartetes Problem auftreten – etwa eine Verdeckung der Lüftungsöffnungen – gibt es für den großen Lüfter Geschwindigkeitspotenzial nach oben. Unter normalen klimatischen Verhältnissen soll dieser – auch zur Lärmvermeidung – nie auf voller Geschwindigkeit laufen müssen.

Genügt auch das nicht, um die Temperatur unter Kontrolle zu bekommen, so ermittelt die Konsole die Wärmequellen in ihren Innereien. So kann sie bei Bedarf den Takt von Prozessor und Grafikkarte zurückschrauben, um sich selbst zu schützen. Del Castillo lobt die neue Architektur für ihre Flexibilität.

Ausgleich statt Abschaltung

Wo die Xbox 360 im Extremfall die Selbstabschaltung einleitet, soll die Xbox One ohne Zutun des Nutzers und möglichst ohne spürbaren Auswirkungen den Betrieb aufrecht erhalten. Die Energiezufuhr zu den Komponenten ist soweit drosselbar, dass die Konsole praktisch auch ohne aktive Kühlung arbeiten kann, verspricht der Entwickler. Dabei dürfte auch das im Vergleich zur PlayStation 4 sehr voluminöse Gehäuse helfen.

Trotzdem hofft er, dass die User im Falle des Falles vom lauter werdenden Lüfter auf das Problem aufmerksam gemacht werden, und selbst eingreifen, in dem sie die Konsole beispielsweise an einen besser geeigneten Platz stellen. Selbst im Worst Case verspricht er das Vorhandensein einer automatischen Lösung, ohne diese genauer zu umschreiben. Laut Gizmodo handelt es sich um auffällige Warnmeldung am Bildschirm. (red, derStandard.at, 14.08.2013)

  • Fast alle Wärmeprobleme soll die Xbox One selber bewältigen können.
    foto: microsoft

    Fast alle Wärmeprobleme soll die Xbox One selber bewältigen können.

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