"Die Zeiten sind besser für Klassiker"

Ansichtssache26. August 2013, 17:09
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Den meisten Menschen ist Wempe als Schmuck- und Uhren-Fachhändler ein Begriff. Der größte deutsche Juwelier mit Stammsitz in Hamburg und Niederlassungen in aller Welt fertigt aber auch Zeitmesser in Eigenregie. Der Name der Kollektion: "Zeitmeister".

Produziert werden diese aufgrund traditioneller Beziehungen des Familienunternehmens, das von Kim-Eva Wempe und ihrem Vater Hellmut geleitet wird, am Hotspot der deutschen Uhrmacherei, in der sächsischen Kleinstadt Glashütte. Die Uhrmacherwerkstätten sind in der Glashütter Sternwarte sowie in einem eigenen Fabrikgebäude untergebracht. Dort entstanden auch die neuen Modelle, die im August in Hamburg präsentiert wurden.

Aus diesem Anlass ließ Kim-Eva Wempe das vergangene Geschäftsjahr Revue passieren und nannte aktuelle Geschäftszahlen: "Wir waren ängstlich in das Jahr 2012 gestartet", gab sie unumwunden zu. Dazu gab es allerdings keinen Grund, wie sich zeigte: "2012 war das beste Jahr in unserer mehr als 125-jährigen Geschichte." 441 Millionen Euro Umsatz habe man erzielt und damit ein Wachstum von 20,5 Prozent gegenüber 2011, berichtete Wempe. In Deutschland kletterte der Umsatz um 16, in den USA um 21,3, in Frankreich um 12,2, in Österreich um 11,8, in Großbritannien 10,4 und sogar im krisengeschüttelten Spanien um 3,9 Prozent.

Jeder Quadratmeter Verkaufsfläche erbrachte dem Traditionsunternehmen einen Jahresumsatz von 93.000 Euro, jeder der 681 Mitarbeiter erwirtschaftete 694.000 Euro Umsatz: "Das ist dreimal höher als die Durchschnittswerte der Branche", sagte Wempe. Und: Dass Uhren (plus 20 Prozent Zuwachs) dabei eine wichtige Rolle spielten, ebenso wie chinesische Touristen – auch wenn letztere nun ein bisschen zurückhaltender einkaufen würden.

Der Durchschnittspreis pro verkaufte Uhr lag bei 6000 Euro. Die umsatzstärksten Marken weltweit in den Wempe-Boutiquen waren Rolex, Patek Philippe und Jaeger-LeCoultre.

 

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"Chinesen kaufen niedrigpreisiger", sagte Bernhard Stoll, Uhrenverantwortlicher des Traditionsunternehmens, der im Anschluss die neun Uhren der neuen Sportuhren-Kollektion für Damen und Herren aus der "Zeitmeister"-Kollektion vorstellte. Darunter auch drei Taucheruhren, die die "Lücke in dieser seit 2006 existierenden Linie schließen" sollen: ab 1.975 Euro (Damen-Modelle) und ab 2.075 Euro (Herren-Modelle) ist man dabei.

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