Komplizierter Witz und klare Slogans

Ansichtssache13. August 2013, 18:44
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Von der Litfaßsäule bis zum überdimensionalen 16-Bogen-Plakat: Die Parteien lassen ihre Botschaften auch affichieren: Die SPÖ setzt auf den Kanzler, die ÖVP noch auf die Gefühlsebene. Die Grünen versuchen sich im Witz, die FPÖ deutet die christliche Nächstenliebe um. Das BZÖ bleibt seinem Thema treu, das Team Stronach kennt nur einen: Frank. Ein Rundumblick. (red, DER STANDARD, 14.8.2013)

foto: spö

Klare Botschaften

Die SPÖ geht erst gar kein Risiko ein: roter Hintergrund, Kanzler Werner Faymann immer im Bild, bekannte Slogans. Die SPÖ kämpft: um jeden Arbeitsplatz, für faire Bildung, für sichere Pensionen, für leistbares Wohnen. Die schnörkellosen Plakate sind mit sicherer Hand gezeichnet und von klaren Botschaften an die rote Zielgruppe geprägt.

Die ersten drei auf der Bundesliste:

  • Werner Faymann
  • Gabriele Heinisch-Hosek
  • Wolfgang Katzian
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Wohlfühlen

Kein Spindelegger weit und breit: Die Schwarzen setzen auf Sujets aus der Tourismuswerbung und versehen sie mit Schlagwörtern: weltoffen, tatkräftig, Entdecker. Es geht ums Wohlfühlen - ein bewusster Kontrapunkt zu den anderen Parteien.

Die ersten drei auf der Bundesliste:

  • Michael Spindelegger
  • Michaela Steinacker
  • Sebastian Kurz
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Gegen die anderen

Die Freiheitlichen interpretieren die Nächstenliebe neu und setzen das bewusst gegen andere ein: gegen die Nichtösterreicher. Positive Vibrationen gibt es bei der FPÖ nur für Xenophobe.

Die ersten drei auf der Bundesliste:

  • Heinz-Christian Strache
  • Herbert Kickl
  • Anneliese Kitzmüller
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Hintergründiger Witz

Weniger belämmert ist immer noch belämmert, das sind die Gefahren eines witzigen Wahlkampfes. Die Grünen sind sehr textlastig und voller Anspielungen: "Genug gestritten" oder "Wer einmal stiehlt, den wählt man nicht". Das Motto bleibt gleich: "Saubere Umwelt. Saubere Politik."

Die ersten drei auf der Bundesliste:

  • Eva Glawischnig
  • Werner Kogler
  • Gabriela Moser
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Überleben

Parteichef Josef Bucher übt sich in staatsmännischer Pose, dabei geht es für ihn um das blanke Überleben. Das BZÖ bleibt unverdrossen auf der bislang einzigen Botschaft - genug gezahlt - drauf. In zwei Wochen soll es neue Plakate geben.

Die ersten drei auf der Bundesliste:

  • Josef Bucher
  • Markus Fauland
  • Michaela Hatvan
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foto: team stronach

Ein Mann, ein Wort

Es kann nur einen geben: Frank. Die Kampagne ist ganz auf den Parteigründer und Chef zugeschnitten und klar in der Aussage: Aufrichtig - ihm kann man vertrauen. Allerdings schaut Frank Stronach auf seinen Plakaten ein wenig verkniffen, aber jünger, als er ist, aus, vielleicht so, wie er sich selbst am liebsten sieht. Und das spielt in seinem Team die ganz entscheidende Rolle. Inhalte sind nachrangig.

Die ersten drei auf der Bundesliste:

  • Frank Stronach
  • Kathrin Nachbaur
  • Monika Eder-Lindner
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