Heimische Todesursachen

22. August 2013, 10:32
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Die Statistik Austria hat ermittelt, wie alt Herr und Frau Österreicher werden - und woran sie sterben

  • 81,03 Jahre betrug die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich für das Jahr 2011. Unter dieser statistisch ermittelten Zahl versteht man die zu erwartende Zeitspanne, die einem Lebewesen ab einem gegebenen Zeitpunkt bis zu seinem Tod bleibt. Frauen haben eine um mehr als fünf Jahre höhere Lebenserwartung als Männer.
  • 79.426 Menschen starben im Jahr 2012 in Österreich. Das ist knapp ein Prozent der Bevölkerung. 53 Prozent der Verstorbenen waren Frauen, 47 Prozent waren Männer. Bedingt durch die stetig steigende Lebenserwartung versterben sowohl Männer als auch Frauen häufiger an Krankheiten, die im Alter vermehrt vorkommen.
  • 66 Jahre beträgt das durchschnittliche Alter, in dem bei Frauen und Männern eine Krebserkrankung diagnostiziert wird. Frauen versterben daran im Mittel mit 74, Männer mit 72 Jahren.
  • 42,7 Prozent der Toten des Jahres 2012 - in absoluten Zahlen 33.931 Personen - fielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zum Opfer. Damit sind diese die mit Abstand häufigste Todesursache. In den vergangenen Jahren ging ihr Anteil allerdings leicht zurück.
  • 2,6 Prozent der 2012 verstorbenen Männer schieden durch Selbstmord aus dem Leben, das waren 986 männliche Personen - im Vergleich zu 289 weiblichen. 36 Personen fielen 2012 Mord, Totschlag oder vorsätzlichen Verletzungen zum Opfer. Davon waren 16 Männer und 20 Frauen.
  • 20.266 Sterbefälle hatten als Todesursache eine Krebserkrankung. Jährlich erkranken in Österreich etwa 38.000 Menschen an Krebs, Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Die häufigste von Tumoren ausgelöste Todesursache bei Frauen ist Brustkrebs, bei Männern Lungenkrebs.
  • 5 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher starben an Krankheiten der Atemorgane, 3,8 Prozent an Erkrankungen der Verdauungsorgane. Weitere 17,4 Prozent verteilen sich nach Angaben der Statistik Austria auf "sonstige Krankheiten".
  • 4.442 Personen fielen nichtnatürlichen Todesursachen zum Opfer wie Verletzungen oder Vergiftungen. Mehr als 1000 davon waren älter als 85 Jahre. 884 Personen erlagen Sturzverletzungen.
  • 531 Menschen starben 2012 in Österreich bei Verkehrsunfällen. Davon gab es insgesamt 40.831. Unter den Verkehrstoten waren 279 (oder 53 Prozent) Pkw-Insassen, 86 Benutzer einspuriger Kraftfahrzeuge und 52 Radfahrer, also ziemlich genau zehn Prozent. 15 Prozent der Getöteten waren Fußgänger.
  • 34 Österreicher (davon 27 männlichen Geschlechts) starben durch Ertrinken in Badegewässern, neun durch Skiunfälle (alle neun Männer) und 13 durch Lawinenunfälle, davon zwölf Männer. (Klaus Taschwer, DER STANDARD, CURE, 21.8.2013)
  • Zettel am großen Zeh: Die Auswertung der Sterbedaten zeigt: Österreicherinnen und Österreicher leben immer länger. Aufgrund der höheren Lebenserwartung sterben Menschen in Österreich häufiger an Krankheiten, die - wie Krebs - im Alter verstärkt auftreten.
    foto: klaus fritsch

    Zettel am großen Zeh: Die Auswertung der Sterbedaten zeigt: Österreicherinnen und Österreicher leben immer länger. Aufgrund der höheren Lebenserwartung sterben Menschen in Österreich häufiger an Krankheiten, die - wie Krebs - im Alter verstärkt auftreten.

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