Wasser ist zum Plantschen da

13. August 2013, 15:26

Auch wenn das Thermometer nicht mehr 30 Grad anzeigt, drängt es Familien ins kühle Nass. Wasserspielplätze sind eine gute Alternative zum Freibad

Den Hügel hinunter, das seichte Flussbett durchquert und hinauf auf das Holzfloß: Es dauert keine Minute, bis die Kinder ihren Lieblingsplatz am Gelände des Wasserspielplatzes gefunden haben. Dann heißt es kräftig ziehen an jenem Seil, das das eine Uferende mit dem anderen verbindet. Und festhalten, wenn das bootähnliche Gefährt den gegenüberliegenden Rand touchiert.

Mal sind es Piraten, die sich hier auf stürmischer Überfahrt befinden, mal ist es eine Familie, die auf Urlaub fährt. Erst viele Rollenspiele später wird das Nachbarfloß entdeckt und mit der Wettfahrerei begonnen.

Der Wasserspielplatz beim Wasserturm im 10. Wiener Gemeindebezirk ist an diesem Montagvormittag noch beinahe leer. Einige wenige Kinder pumpen eifrig Wasser in die Gatschzone, andere Rutschen auf der 6-Meter-Rutsche des Mini-Wasserturmes in Richtung Sandstrand.

Wer in diesem Sommer noch nicht genug hat vom Plantschen, kann sich auch einem Wasserspielplatz austoben. Alleine in Wien gibt es sechs davon. Jeder Nassplatz ist anders, manche - wie der "Piratenhafen" in Wien Liesing - sind einem bestimmten Thema gewidmet.

Wasserspielplätze gibt es auch in den Bundesländern. Etwa in Graz bei der Tändelwiese, am Köhlerweg in der Vorarlberger Gemeinde Sulz oder kostenpflichtig bei den Myrafällen in Niederösterreich, im Tiroler Gletscherpark bei der Sattelklause oder im Naturpark Eisenwurzen im steirischen St. Gallen.

Brrrrrrr

Für Kinder ist der Besuch der Wasserspielplätze in jedem Fall eine Party. Da wird herumgespritzt und sandgeschaufelt; einzig in die Wasserfälle, über die das Hochquellwasser seinen Weg auf das Spielgelände in Favoriten findet, traut sich keiner rein. Erklärung laut innerem Kinderthermometer: zu kalt. Und wirklich, mit gefühlten zehn Grad ist die Wassertemperatur beim Wasserturm außerordentlich frisch.

Wer Wasserpause macht oder Wasserspielzeug sucht, wendet sich hier an die Parkbetreuer der Wiener Kinderfreunde. In ihrem blauen Container haben sie Stelzen, Balancebretter, Zeichenstifte und 100 andere Dinge. Am Nachmittag gibt es täglich ein bis zwei Programmpunkte - wie Kinderschminken, Sackhüpfen oder Geldbörsen aus Tetrapack herstellen. Ebenfalls frei verfügbar: Diverse Kübel und Schaufeln. Nur die Handtücher muss man selbst mitbringen.

Wer kleinere Kinder hat, wird einen Vormittagsbesuch bevorzugen. Da ist es meist ruhiger, die Floße sind noch nicht komplett nass und rutschig. Das alles zusammen macht den Wasserspielplatz zu einer stresslosen Alternative zu öffentlichen Bädern, wo Mama und Papa - gerade bei mehreren Kindern im Schwimmanfängeralter - oft nicht zur Ruhe kommen. Ebenfalls ein Plus für Eltern: Neben Eis gibt es Kaffee vom Kiosk. Sonnenschirme können gegen Pfandeinsatz ausgeliehen werden, denn Schatten ist Mangelware. Hat man ein schattiges Plätzchen gefunden, lässt es sich bei so viel Abwechslung gut in der Pritschelzone aushalten. Manch ein Kind ist aber auch glücklich, wenn er den ganzen Tag nichts anderes macht als das Floß vom einen Ufer zum anderen zu ziehen. (riss, derStandard.at, 13.8.2013)

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kühles nass?
wo?

bitte viel mehr solche spielplätze!
kinder sind unsere zukunft,ihre positiven erinnerungen an das leben in der stadt sind später im erwachsenenalter gold wert!

Kinder sind unser untergang, der Bevölkerungswachstum ist eine der größten Herausforderungen des 21. JH.

Der Ressourcenverbrauch (Erdöl, Trinkwasser, Nahrungsmittel, ..) und die damit verbundene Verschmutzung und Vergiftung der Umwelt durch jeden einzelnen Menschen lastet auf diesen Planeten.

Weniger Kinder sollte das Motto sein nicht mehr.
Wir haben ohnehin genug Arbeitslose, die Arbeitslosigkeit ist auf Rekordhoch, da brauchen wir nicht noch die Arbeitslosen von Morgen in die Welt setzten.

Vorzugsweise nicht in Hörreichweite von Wohngegenden.

ich seh das ganz wie hans söllner:
"der nachbar darf ruhig mitkriegen, dass ma glücklich san"
das schöne an kindern ist: wenn die wach sind, bin ich arbeiten, wenn ich schlafen will schlafen sie auch.
statt hunderten strassen durch wohngegenden sollten wir hunderte spielplätze machen

Zumindest nicht ohne Schallschutzmauern.

Aber es wäre günstiger gleich in Industrie- und Gewerbegebiete im 23. und 22. um Rautenweg zu bauen. Dort stört es keinen und die Grundpreise sind niedrig.

ich bin absolut sicher,dass sie weder inhalt,grammatik oder sonstetwas begriffen haben.ihr name ist programm.asozial.aber gerne im sozialsystem leben.widerlich.

Hupf in Gatsch...

:o)) Alles potentielle Anwärter für den bald fertigen Wildwasserkanal auf der Donauinsel.

Plantschen?

Was ist Plantschen? Meinten Sie: Planschen?

Was soll "Planschen" heißen?

plantschen ist eine alternativ zugelassene schreibweise

auch im duden

Der hier genau nix zu sagen hat.

Na sicher hat der Duden was zu sagen! Was denn sonst?

Das "Österreichische Wörterbuch" natürlich. In dem stehen aber auch beide Versionen.

aber der Plural "Floße" geht gar nicht

interessant wären auch die meinungen der anrainer dazu,

denen der wasserspielplatz direkt vor die fenster gesetzt wurde ... da herrscht im wohnzimmer eine lautstärkepegel, als ob man im kinderfreibad wohnen würde

vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, so einen spielplatz (so er überhaupt rechtfertigbar ist) auf dem von der stadt wien leider so lange vernachlässigten areal des eisring süd zu bauen.
vielleicht wäre es aber auch sinnvoller, das wasser, das den ganzen tag durch den spielplatz strömt, zur bewässerung der verbliebene grünflächen in er stadt/dem bezirk zu verwenden ...

Wels dort wegen dem Spielplatz zu laut is soll dich bitte in ne altersresidenz, Bad Vöslau soll schön sein.

Drum haben wir in Wien so wenig Kinder, weil es lauter Kinderfeinde gibt.
Wart ihr nicht selbst auch mal Kinder, verdammt nochmal???

Bitte Hirn einschalten vorm Posten (oder sinnerfassend lesen lernen)

was wäre kinderfeindlich daran gewesen, den Spielplatz 100m weiter auf einem Areal zu bauen, das eigentlich "Esp" (Erholungsgebiet, Sport- und Spielplatz) gewidmet war?

also: Geifer vom Mund wischen und nachdenken vor dem Posten ;)

btw. schon mal die aktuellen Statistiken bwz. der Kinderzahl in Wien gesehen ?

ANwohner wie sie sollten lieber in die Provinz ziehen, soll sehr schön sein ... und wenn das Hundchen auch mitkommt, stiege die Qualität in Wien nochmals ...

Also auf dem Land haben die lieben Kleinen sicherlich mehr Platz zu toben und zu spielen als in der Stadt, und viel gesünder ist die Luft dort auch.

gegen Spielplätze in der Stadt spricht absolut nichts

sie sollten nur sinnvoll und mit Rücksicht aufeinander gebaut werden (was hier der Fall hätte sein können, aber an der Ignoranz der Bezirkspolitik gescheitert ist)

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