I drah zua

18. August 2013, 15:59
65 Postings

Vor 40 Jahren setzte Wolfgang Ambros dem "Schnapsen" ein musikalisches Denkmal - Nun sind die schönsten Varianten des Kartenklassikers in einer Neuauflage erschienen

Das Kartenspiel "Sechsundsechzig" wurde Mitte des 17. Jahrhunderts in der westfälischen Stadt Paderborn erfunden und erfreute sich unter profanen Zeitgenossen - nicht zuletzt wegen seines einfachen Regelwerks - alsbald großer Beliebtheit.

Weitaus weniger Gefallen an der neuen Freizeitbeschäftigung fand jedoch der Klerus, der mit mahnenden Worten gegen die frisch entfachte Spielleidenschaft antrat. "Die Polizei schritt daraufhin allerdings nicht mit einem generellen Verbot gegen Sechsundsechzig ein, sondern untersagte lediglich das Spielen um Geldeinsätze", erklärt Johannes Bamberger, Autor des Büchleins aus der Perlen Reihe. Alsdann wurde eben nicht mehr um schnöden Mammon gespielt, sondern um eine Runde Schnaps.

Spiel und Taktik

Neben einer Beschreibung der allgemeinen Begriffe wie "Trumpf", "Stich" oder "Farbzwang", werden auch taktische Finessen á la "buttern" oder "lagieren" erklärt. Das Buch hat aber noch mehr zu bieten: Neben den bekannten Varianten für zwei, drei oder vier Spieler, stellt der Autor noch weitere Spielarten mit zum Teil sehr klingenden Namen vor: "Scharfes Schnapsen", "Haferltarock", "Nürnberger Dreck" oder "Kamerun bei Nacht".

Eines haben aber alle Varianten gemeinsam: "Geben, ausspün und stechn - oder schen brav zuagebn". - Das wusste sogar der Woiferl. (gueb, derStandard.at, 18.08.2013)

derStandard.at/Lifestyle verlost drei Exemplare von "Schnapsen. Die schönsten Varianten".

>>> Zum Gewinnspiel

  • Johannes BambergerSchnapsen - Die schönsten Varianten104 Seiten, 9,95 EuroISBN: 978-3-99006-003-2
    foto: verlag perlen-reihe

    Johannes Bamberger
    Schnapsen - Die schönsten Varianten
    104 Seiten, 9,95 Euro
    ISBN: 978-3-99006-003-2

Share if you care.