Backwerk steht zum Verkauf

  • Als Kaufpreis für Backwerk wird eine Summe bis zu 100 Millionen Euro kolportiert.
    foto: apa/bernd thissen

    Als Kaufpreis für Backwerk wird eine Summe bis zu 100 Millionen Euro kolportiert.

Die Billig-Bäckereikette mit insgesamt 2.500 Mitarbeitern an mehr als 290 Standorten betreibt in Österreich 19 Filialen

Frankfurt/Wien  - Die auch in Österreich vertretene deutsche Billigbäckerei-Kette Backwerk steht Finanzkreisen zufolge zum Verkauf. Die beiden Inhaber - zwei ehemalige Berater von Roland Berger - hätten die Investmentfirma Georgieff Capital damit beauftragt, Investoren für das Unternehmen mit mehr als 2.500 Mitarbeitern zu finden, sagten zwei mit der Transaktion vertraute Personen.

Erste Angebote - unter anderem von privaten Beteiligungsfirmen - seien bereits eingegangen, hieß es. Der Kaufpreis wird auf bis zu 100 Mio. Euro taxiert. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab. Georgieff war nicht zu erreichen.

Neues Konzept

Backwerk hatte 2001 die Branche mit dem Konzept aufgewirbelt, Aufback-Brötchen und -Gebäckstücke zu Diskont-Preisen in Selbstbedienungsregalen anzubieten. Gerade klassische Bäcker beklagen sich aber über die Billigkonkurrenz.

Das Unternehmen will den Umsatz in diesem Jahr um mindestens fünf Prozent auf 171 Mio. Euro steigern. Die Rendite der im Franchise-System arbeitenden Filialen beziffert das Unternehmen im Schnitt auf zehn Prozent. Das Betriebsergebnis (Ebitda) von Backwerk lag zuletzt bei 14 Mio. Euro.

Die Backwerk-Homepage nennt aktuell 290 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Österreich bestehen demzufolge 19 Filialen. Die höchste Dichte in Deutschland weist das Bundesland Nordrhein-Westfalen mit allein 120 Standorten auf - der Sitz der Kette liegt in Essen -, gefolgt von Bayern mit 29. In Österreich setzte die Kette 2011 rund 11 Mio. Euro um, nach 8,5 Mio. Euro im Jahr 2010. (APA/Reuters, 12.8.2013)

Share if you care