Vietnam: Kontroverse um Zukunft der "Waldmenschen"

Ansichtssache12. August 2013, 12:45
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Männer wollen wieder in die Natur zurück, Behörden planen Ansiedlung im Dorf

Hanoi - Die Geschichte zweier Vietnamesen, die 40 Jahre lang im Wald gelebt haben, hat in ihrer Heimat eine Kontroverse ausgelöst. Die Behörden wollen Vater Ho Van Thanh (82) und Sohn Ho Van Lang (41) wieder im Dorf ansiedeln und ihnen ein Haus bauen. Aber viele Menschen fragen, warum deren Wille, in den Wald zurückzukehren, nicht respektiert werde, wie Leserbriefe und Online-Kommentare am Montag zeigen.

Ho Van Thanh war während des Vietnamkriegs 1973 mit seinem Sohn Ho Van Lang in den Wald geflohen, nachdem eine Landmine sein Haus zerstörte und seine Frau und zwei weitere Kinder in den Tod riss. Die beiden hätten von Waldfrüchten und der Jagd gelebt. Der Vater könne sich in der Sprache der Minderheit der Cor etwas verständlich machen, der Sohn spreche nur wenige Worte. (APA, 12.8.2013)

foto: epa

Ho Van Lang gönnt sich eine Zigarette.

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Dorfbewohner inspizieren Hab und Gut der beiden Männer.

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foto: epa

So wurden die beiden Männer aus dem Wald in die Zivilisation gebracht.

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